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Drucktechnik

Upmaker

Englisch: upmaker

Person, die Korrekturauszüge in Seitenformat umbruchreif herstellt.

Umbruchsetzer: die Person, die Seiten aus Bleilettern zusammenstellt

Ein Umbruchsetzer ist ein Setzer, der einzelne Bleilettern und Ausgleichsmaterial zu vollständigen Seitenlayouts zusammenstellt und dabei von Fahnen arbeitet. Diese Tätigkeit liegt zwischen dem Setzer, der einzelne Schriftzeilen setzt, und dem Drucker, der die fertigen Seiten zum Druck vorbereitet. Der Umbruchsetzer erhält Fahnen, lange schmale Kästen mit ausgeschlossenen Lettern, und ordnet sie in die richtige Seitenreihenfolge ein. Er fügt Kopfzeilen, Fußzeilen, Seitenzahlen und Leerraum hinzu, um das fertige Umbruch-Layout für die Druckmaschine herzustellen.

Die Kernaufgabe besteht darin, die Elemente physisch auf einem größeren Druckrahmen, auch Schließrahmen genannt, anzuordnen. Das ist ein rechteckiger Stahlrahmen, der die zusammengesetzte Type und Ausgleichsmaterial hält. Der Umbruchsetzer muss sicherstellen, dass alle Elemente perfekt ausgerichtet sind und unter Druck zusammenhalten. Druckmetall, normalerweise eine Legierung aus Blei, Zinn und Antimon, ist schwer; eine vollständige Seite Fließtext in 10er oder 12er Schrift kann mehrere Pfund wiegen. Präzision ist wichtig, denn jede Ausrichtungsabweichung oder lockere Abstände werden im Druck als Flecken sichtbar oder die Type fällt während des Drucks aus.

In größeren Druckereien war der Umbruchsetzer eine eigene Position neben dem Formatierer, der Korrekturen durchführte und die endgültige Seitenvorbereitung vor dem Verschluss für die Presse übernahm. In kleineren Betrieben überlappten sich diese Aufgaben. Der Umbruchsetzer arbeitete von einer Korrekturfahne mit redaktionellen oder gestalterischen Markierungen und hielt sich an Vorgaben für Seitenlänge, Spaltenwechsel und Bildplatzierung. Mehrspaltige Layouts, besonders bei Zeitungen und Zeitschriften, erforderten sorgfältige Berechnungen zum Ausgleichen und zur Vermeidung von Waisen und Witwen. Der Fachbegriff beschreibt die Arbeitsrichtung: Fahnen liegen horizontal in flachen Behältern; Seiten werden vertikal gemacht, daher »macht« man Type »auf«.

Die Arbeit verlangte sowohl handwerkliches Geschick als auch typographisches Wissen. Häufige Fehler waren falsche Seitenreihenfolge, unterschiedliche Durchschüsse oder Abstände und ungleichmäßiger Druck auf den Schließrahmen, was zu Verschiebungen der Type führte. Ein Umbruchsetzer musste auch erkennen, wenn Metall beschädigt oder abgenutzt genug war, um vor dem Druck ausgewechselt zu werden.

Diese Tätigkeit begann in den 1960er Jahren mit dem Aufkommen von Fotosatz und Offsetdruck zu sinken, die die Seitenzusammensetzung von Bleilettern in fotografische und später digitale Arbeitsabläufe verlagerten. Bis zu den 1990er Jahren war das Berufsbild in der kommerziellen Druckerei weitgehend verschwunden. Der Begriff wird jedoch weiterhin von Letterpress- und Kunstdruck-Praktikern verwendet, die mit Bleilettern und manueller Schriftsetzung arbeiten.

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