Loupe
Englisch: loup
Masse oder Kugel aus Eisen in zähem Zustand, das durch den Fallhammer oder die Walze verarbeitet wird.
Loup: halbveredeltes Eisen für die Schmiedewerkstatt
Ein Loup ist eine teigige, teilweise veredelte Eisenmasse, die aus dem Rennfeuer oder in der frühen Schmelzphase entsteht, bevor es zu bearbeitbarem Schmiedeeisen wird. Es nimmt eine Mittelstellung zwischen Roherz und Fertigmetall ein: immer noch voller Schlacke und Verunreinigungen, aber konzentriert genug, um durch wiederholte Hammerschläge oder Walzprozesse verformt zu werden. Der Name stammt aus altnordischen und altenglischen Wurzeln und bedeutet Klumpen oder Masse, was genau dem entspricht, was es ist.
Bei der traditionellen Rennfeuer-Eisenerzeugung bildete sich der Loup natürlicherweise im Ofen, während Kohlenstoff und Verunreinigungen verbraucht oder abgetrennt wurden. Nachdem die Luppe extrahiert und genug abgekühlt war, um sie zu handhaben, führten Schmiede sie wiederholt unter einen Fallhammer (ein schwerer Hammerkopf, der durch eine rotierende Welle angehoben wird und dann herabfällt), um die eingelagerte Schlacke herauszuquetschen und das Eisen zu verdichten. Jeder Schlag trieb mehr Schlacke an die Oberfläche, wo sie abgebürstet werden konnte, wodurch sich die Metallqualität und Dichte allmählich verbesserte.
Der Zustand des Loups war entscheidend. War er zu kalt und spröde, würde das Hämmern ihn eher reißen als verdichten; zu heiß und er würde auseinanderfallen. Erfahrene Arbeiter beurteilten die Einsatzbereitschaft nach Farbe und Verhalten unter dem Hammer. Ein gut vorbereiteter Loup konnte dann wieder angewärmt, gefaltet und zu Stangeneisen oder Blöcken für weitere Veredelung geformt werden, oder direkt zu einem Schmied zur Verarbeitung zu Werkzeugen und Waffen geschickt werden.
Der Begriff wurde weniger gebräuchlich, als sich die Technologie veränderte. Frischfeuer und später Puddelöfen erzeugten Eisen, das die Loup-Phase umging oder es effizienter im Ofen selbst veredelten. Im 19. Jahrhundert hatten Walzwerke und Hochöfen den Rennfeuer- und Fallhammer-Prozess in Europa und Nordamerika nahezu vollständig verdrängt, was das Wort in der aktiven Metallverarbeitung überflüssig machte, aber es bleibt in der historischen und archäologischen Fachliteratur präsent.