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Kfz-Technik

M15

Kraftfahrzeugtreibstoff mit 15 % Methanolanteil.

M15: Benzin mit 15% Methanol gemischt

M15 ist ein Kraftstoff aus 85% bleifreiem Benzin und 15% Methanol nach Volumen. Er wird in Standard-Benzinmotoren ohne Änderungen am Kraftstoffsystem oder der Motorelektronik verwendet, was ihn von höheren Methanolmischungen wie M85 oder E85-Ethanolmischungen unterscheidet, die kraftstoffverträgliche Einspritzdüsen, Dichtungen und Tankauskleidungen erfordern.

Methanol ist ein polarer Alkohol mit einer niedrigeren Energiedichte als Benzin, etwa 21 Megajoule pro Kilogramm gegenüber 44 bei Benzin. Das bedeutet, M15 liefert pro Liter ungefähr 3 bis 4 Prozent weniger Energie und erfordert bei manchen Motoren leicht angereichterte Gemischkarten, um die Leistung zu halten. Methanol hat aber eine höhere Oktanzahl, typischerweise etwa 106 RON, was Motoren ermöglicht, mit höherem Ladedruck oder höheren Verdichtungsverhältnissen ohne Klopfen zu laufen.

Der Hauptvorteil von M15 in Märkten, wo es verfügbar ist, wie Brasilien und Teile Europas, liegt in den niedrigeren Kosten und geringeren CO2-Emissionen im Vergleich zu reinem Benzin. Methanol wird aus Synthesegas hergestellt, das von Erdgas, Kohle oder Biomasse stammen kann, wodurch die Kraftstoffversorgung flexibler wird als bei Rohölabhängigkeit. M15 reduziert die Auspuffemissionen von Kohlendioxid je nach Methanol-Rohstoff um ungefähr 5 bis 10 Prozent.

Kompatibilitäts- und Wartungsfragen sind real. Methanol ist hygroskopisch und nimmt Wasser aus der Luft und dem Tankraum auf; Kraftstoffsysteme müssen Wasserabscheider oder Korrosionsinhibitoren enthalten, um Phasentrennung und Rost in Tanks und Düsen zu verhindern. Langzeitlagerung von M15 in verschlossenen Behältern ist schwieriger als bei Benzin, weil Methanol Elastomer-Dichtungen abbauen und Eisenkomponenten des Kraftstoffsystems korrodieren kann, wenn keine passenden Korrosionsinhibitoren vorhanden sind.

M15 bleibt außerhalb bestimmter Regionen relativ selten, weil Raffinerien und Verteilnetze auf Benzin und Diesel ausgerichtet sind und Privatfahrzeuge in den meisten Märkten keine Kennzeichnung oder Kundenvertrautheit haben. Regierungssubventionen und Beimischungsauflagen in Brasilien und Teilen Skandinaviens haben dort die Verbreitung vorangetrieben, aber anderswo bleibt die Nutzung durch Tankstellen-Infrastruktur und fehlende Herstellergarantien begrenzt.

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