Mantrip
Englisch: mantrip
Ein Transportmittel zum Befördern von Bergleuten in das Bergwerk
Personenförderung: Käfig oder Fahrzeug zur Beförderung von Bergleuten in und aus Gruben
Eine Personenförderung ist ein Fördergerät, normalerweise ein Käfig oder Korb, das Bergleute vertikal oder auf Schrägen zwischen der Oberfläche und den unterirdischen Abbauwerken transportiert. In tiefen Hartgesteinsgruben hängt die Personenförderung normalerweise an einem Stahlseil, das auf einer an der Oberfläche angebrachten Trommel aufgewickelt ist, und bewegt sich bei Schachtförderungen mit Geschwindigkeiten von 10 bis 15 Metern pro Sekunde. In flacheren oder schwach geneigten Gruben können Personenförderungen auf Schienen wie Grubenwagen laufen oder als Schrägförderer betrieben werden. Das Gerät muss Dutzende von Arbeitern pro Fahrt aufnehmen können, stabile Haltegriffe und Trittflächen haben und strenge Sicherheitsvorschriften erfüllen, da ein einzelner Fehler eine gesamte Schicht von Personal betrifft.
Der Name spiegelt die Kernfunktion wider: eine Fahrt für Arbeiter (Bergleute), im Gegensatz zu Erzkörben oder Ausrüstungsbeförderung. In britischem Sprachgebrauch wird sie manchmal Käfig oder Skip genannt; der amerikanische Bergbau behält mantrip üblicherweise für die spezielle Personenförderversion vor. Der Begriff kam ins Bergbauvokabular, als Schachtgruben so tief wurden, dass Arbeiter zwischen den Schichten nicht mehr auf Leitern hinauf- und hinunterklettern konnten. Bevor elektrische Fördermaschinen Mitte des 20. Jahrhunderts zum Standard wurden, nutzten Personenförderungen in einigen Regionen handkurbel- oder dampfbetriebene Seilsysteme.
Personenförderungen unterliegen strenger behördlicher Aufsicht. Überbelegung ist verboten; die Kapazität ist auf dem Käfig selbst gekennzeichnet. Die Inspektionsintervalle sind kurz, da Stoßlasten beim Beschleunigen oder Bremsen enorme Belastungen für die Aufhängungssysteme und mechanischen Bremsen darstellen. Die Plattform muss aus massivem Stahl oder schwerem Holz bestehen, ohne Spalten, durch die ein Körperteil eines Arbeiters rutschen könnte. In Gruben mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Wassereintritt ist Korrosion des Käfiggestells und des Seils ein ständiges Instandhaltungsproblem.
Die Fahrt im Personenförderung hinab in einen Minenschacht ist häufig die erste und letzte Operation einer Schicht. Schlechte Effizienz der Personenförderung verkürzt direkt die produktiven Stunden. In großen Betrieben mit mehreren Schächten ermöglichen redundante Personenförderungssysteme, dass eine gewartet wird, während die andere Arbeiter transportiert, allerdings erhöht dies die Kapitalkosten erheblich. Einige moderne Gruben nutzen Ausgleichssysteme, bei denen ein beladener Förderkorb beim Abstieg einen leeren Korb beim Aufstieg zieht, was die Belastung des Fördermotor reduziert.
Personenförderungsausfälle sind katastrophale Ereignisse. Seilbrüche, Bremsausfälle oder Überladung können zu Sturz- oder Kollisionsverletzungen aller an Bord befindlichen Personen führen. Dies ist der Grund, warum Personenförderungen zu den am intensivsten geprüften Bergbaugeräten gehören, nur hinter Belüftungssystemen in der behördlichen Priorität. Fördermaschinen-Bediener sind speziell zertifiziert, und die Kommunikation zwischen Oberfläche und Käfig per Glockensignale oder Funksprechanlage ist bei jeder Fahrt obligatorisch.