Verschlussklappe
Englisch: trapdoor
Eine Tür in einem Stollen zur Regelung des Lüftungsstromes; eine Wetterschutztür.
Sprengschacht: Belüftungsschieber in unterirdischen Grubenbauen
Ein Sprengschacht ist eine angelehnte oder schiebbare Tür, die in Grubenausbauen, Strecken oder Sohlen eingebaut wird, um die Luftströmung durch die Grubenbaue zu regeln. Er sitzt quer zum Ausbau und kann geöffnet oder geschlossen werden, um Belüftungsströmungen dorthin zu lenken, wo sie gebraucht werden, oder um Grubenteile abzusperren. Sprengschächte sind wesentliche Bestandteile des Belüftungskreislaufs im Untertagebetrieb und zwingen die Luft, durch Arbeitsstellen zu strömen, wo Bergleute auf frische Luft und Gasverdünnung angewiesen sind.
Die Ausführung ist gewöhnlich einfach und robust: ein hölzerner oder metallener Rahmen mit einem angelehrten Flügel, der gegen die Ausbauwand schwingt. Manche Ausführungen nutzen eine abnehmbare Tür, die in Führungen auf beiden Seiten eingesteckt wird. Der Einbau muss im geschlossenen Zustand dicht sein; Filz- oder Gummidichtungen an den Rändern verhindern Leckverluste, die den Belüftungsplan gefährden würden. Gewicht und Reibung sind so abgestimmt, dass die Tür von Hand ohne übermäßige Kraft zu öffnen ist, auch wenn sich Staub und Feuchte abgelagert haben.
Einbau und Funktion
Sprengschächte werden an Verzweigungsstellen eingebaut, wo der Belüftungsplan den Luftstrom aufteilt. Eine Haupteinstromstelle strömt durch den Hauptschacht ein, und Sprengschächte an Verzweigungen lenken Luftmengen in Arbeitssohlen und Abbauorte, wo Bergleute Kohle oder Erz gewinnen. Eine separate Ausstromstelle führt verbrauchte Luft, Wärme und Gase auf einem anderen Weg zurück zur Oberfläche. Durch Öffnen einiger Sprengschächte und Schließen anderer können Belüftungsfachleute Druck und Stromstärke ausgleichen und sicherstellen, dass jede aktive Arbeitsstelle ausreichend Frischluft erhält, während die Strömungsstrecke kurz bleibt.
Eine Wettertür ist eine besondere Art von Sprengschacht, die am oder nahe beim Grubeneingang eingebaut wird, um zu verhindern, dass Oberflächenwind die sorgfältig ausgeglichene unterirdische Druckverteilung stört. Wind an der Oberfläche kann die natürliche Luftzirkulation, die die Belüftung treibt, umkehren oder unterbrechen; eine Wettertür schafft eine Pufferzone, in der einstromende Luft geregelt werden kann, bevor sie in den Haupteinschacht eintritt. Dies ist besonders wichtig in flachen Gruben oder wo Naturzug statt mechanischer Ventilatoren genutzt wird.
Schwierigkeiten entstehen, wenn Arbeiter Sprengschächte offen lassen oder angelehnt halten, wenn sie durch Staubablagerungen klemmen oder sich durch Feuchte und Temperaturwechsel in der Grube verziehen. Ein offener Sprengschacht hebt den Belüftungskreislauf auf und kann Methan in überwachten Bereichen ansammeln lassen. Regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung sind notwendig; Scharniere und Dichtungen müssen häufig geprüft werden, und Türen müssen frei schwingen und fest abdichten können. In modernen Gruben mit mechanischer Belüftung bleiben Sprengschächte als Sicherheitsreserve und Feinjustierungshilfe in Gebrauch, obwohl rechnergesteuerte Drosselklappen und selbsttätige Türen manuelle Sprengschächte in einigen Anwendungen ersetzt haben.