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Bahntechnik

Speise-Lokomotive

Englisch: mother

Eine Lokomotive, die elektrische Energie für einen Slug bereitstellt.

Mother: die angetriebene Einheit in einem Slug-Mother-Gespann

Im Eisenbahn-Rangier- und Rangierbetrieb ist eine Mother eine Standard-Lokomotive mit Fahrmotoren und vollständiger elektrischer Ausrüstung, die sich mit einem ungetriebenen Slug zu einem funktionsfähigen Gespann koppelt. Der Slug, der weder Motor noch Antriebsmaschine hat, bezieht elektrische Energie über die Kupplung aus dem Generator oder der Lichtmaschine der Mother. Diese Anordnung ermöglicht es einer Eisenbahn, zwei gekoppelte Einheiten mit dem Treibstoffverbrauch und den Wartungskosten nur einer Einheit zu betreiben.

Die Mother-Lokomotive behält die volle Kontrolle über das Gespann. Ihr Lokomotivführer bedient Fahrhebel, Druckluftbremse und Nutzbremse für beide Einheiten. Elektrische Verbindungen über die Kupplung übertragen Kraft auf die Fahrmotoren des Slugs; der Slug hat eigene Drehgestelle und Räder, aber keinen eigenständigen Antrieb. Die Kombination erzeugt eine höhere Zugkraft, als die Mother allein liefern könnte, weshalb diese Lösung in Rangierbahnhöfen, die schwere Rangier- und Positionierungsarbeiten durchführen, zum Standard wurde.

Nicht alle Lokomotiven funktionieren als Mother. Eine Mother muss über ausreichende elektrische Leistung verfügen, normalerweise mit einem Generator- oder Umrichtersystem, das sowohl die eigenen Motoren als auch die des Slugs versorgen kann. Ältere Dampflokomotiven können diese Funktion nicht erfüllen. Moderne dieselelektrische Rangierlokomotiven und einige Streckenmaschinen werden mit dieser Fähigkeit gebaut, doch das Mother-Slug-Gespann ist in erster Linie ein Werkzeug für Rangierbahnhöfe und nicht für den Streckenverkehr.

Der Slug selbst ist im Wesentlichen ein fahrerloses Gerät: Drehgestelle, Räder, Fahrmotoren und ausreichend Hardware zum Stromempfang. Slugs sind billiger in der Anschaffung und Wartung als vollständige Lokomotiven, und ein Rangierbahnhof kann mehr Slugs besitzen als Mothers und sie im Wechsel koppeln. Wenn eine Mother zur Wartung ansteht, wartet der Slug auf eine andere Mother zum Koppeln. Diese Flexibilität machte Slug-Mother-Operationen in Güterbahnhöfen ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich attraktiv.

Die Bezeichnung folgt der betrieblichen Konvention, die angetriebene Einheit als Hauptakteur (die Mother) und die abhängige Einheit als untergeordnet zu behandeln. Der Begriff ist im nordamerikanischen Eisenbahn-Rangierbetrieb noch gebräuchlich, obwohl elektronische Überwachung und ferngesteuertes Rangieren in modernen Anlagen den Bedarf an schweren Slug-Mother-Gespannen allmählich verringert haben.

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