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Bahntechnik

Neutrale Strecke

Englisch: neutral section

Stromlose Abschnitte der Fahrleitung zwischen zwei spannungsführenden Abschnitten, um zwei Stromversorgungen, unterschiedliche Phasen und verschiedene Versorgungsspannungen zu trennen.

Übergangsstrecke: die Lücke zwischen zwei Stromversorgungen

Eine Übergangsstrecke ist ein stromloser oder speziell isolierter Abschnitt der Fahrleitungsanlage, typischerweise 40 bis 100 Meter lang, der zwei spannungsführende Abschnitte mit unterschiedlichen elektrischen Bedingungen trennt. Sie existiert dort, wo zwei separate Stromversorgungen aufeinandertreffen, wo sich die Phasenfolgen unterscheiden oder wo sich die Versorgungsspannungen ändern. Züge müssen diesen Abschnitt im Ausrollen oder Ausrollen und Bremsen durchfahren, ohne Strom aus der Fahrleitung zu entnehmen.

Die physische Ausführung unterscheidet sich je nach Eisenbahnbetreiber und Spannung. In AC-Systemen mit 15 kV oder 25 kV kann eine Übergangsstrecke aus einem stromlosen Abschnitt ohne Spannung bestehen oder aus einem Übergangsstück, bei dem die Spannung allmählich auf Null sinkt und dann unter der zweiten Stromversorgung wieder ansteigt. Der Übergang ist notwendig, weil ein Stromabnehmer nicht augenblicklich zwischen zwei AC-Versorgungen wechseln kann, ohne dass der Stromabnehmer und die Fahrleitungsanlage durch Lichtbögen beschädigt werden. In DC-Systemen mit 750 V oder 1500 V sind Übergangsstrecken normalerweise vollständig spannungslos, da DC-Übergänge abrupter erfolgen und die Lichtbogenschäden weniger schwerwiegend sind.

Signalgebung und Zugbetrieb um Übergangsstrecken erfordern Koordination. Automatische Zugsicherungssysteme müssen Lokführer rechtzeitig vor Übergangsstrecken warnen. Ein mit hoher Geschwindigkeit anfahrender Zug beginnt bereits vor Beginn des Abschnitts auszurollen und verlässt sich auf seinen Schwung und das Gefälle zum Durchfahren. Auf ebener Strecke oder bergauf müssen Züge ihre Geschwindigkeit sorgfältig abstimmen; bergab kann Nutzbremse (bei modernem Rollmaterial) oder Reibungsbremse erforderlich sein. Güterzüge, besonders schwere und langsame, haben Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit durch eine Übergangsstrecke zu halten, und können Betriebszeit verlieren.

Warum es sie gibt und wo sie vorkommen

Übergangsstrecken sind notwendig, wo zwei unabhängige Stromversorgungsquellen auf einem Eisenbahnnetz aufeinandertreffen. Dies geschieht an der Grenze zwischen zwei Fahrstromunterstationen, an Verzweigungen, wo zwei unterschiedlich gephasete AC-Netze zusammenfließen, oder am Übergang zwischen AC- und DC-Leitungen (etwa auf einigen Alpenrouten). Ohne Übergangsstrecke würden die beiden Versorgungen durch den Stromabnehmer des Zuges versuchen, sich zu synchronisieren, was zu Kurzschlüssen, Gerätefehlern und Fahrleitungsstillstand führt.

Moderne Hochgeschwindigkeitsstrecken und gut gewartete Metrosysteme minimieren Übergangsstrecken durch sorgfältige Planung der Unterstation und Phasensynchronisation. Regional- und Güterstrecken, besonders dort, wo mehrere Betreiber die Infrastruktur gemeinsam nutzen, haben oft mehr und längere Übergangsstrecken. Lokführererfahrung und Streckenkenntnis bestimmen, ob eine Übergangsstrecke zu einer Fahrtzeitverlängerung führt oder ohne Zwischenfälle durchfahren wird.

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