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Textiltechnik

Oberhemd

Englisch: overtop

Ein Kleidungsstück, das über dem oberen Teil anderer Kleidung getragen wird, wie ein Überhemd, eine Weste oder eine Übertunika.

Überteil: ein Kleidungsstück, das man über Hemd oder Tunika trägt

Ein Überteil ist ein Kleidungsstück, das über Schultern und Oberkörper eines anderen Kleidungsstücks sitzt, typischerweise über einem Hemd, einer Tunika oder einem Unterhemd. In der Textil- und Bekleidungsproduktion funktioniert es als Zwischenschicht: dünner als ein Mantel, aber strukturiert genug, um ein eigenständiges Stück zu sein. Das Kleidungsstück öffnet sich vorne und wird mit Knöpfen, Bändern oder Haken verschlossen, was schnelles An- und Ausziehen ermöglicht, ohne die Unterlage zu stören.

Häufige Überteil-Varianten sind das Überhemd, die Weste und die ärmellose Schürze. Ein Überhemd ist großzügiger im Oberkörper geschnitten mit ganzen oder dreiviertellangen Ärmeln und wird oft offen getragen als Arbeitslayer in Schneidereien und Fabriken. Ein Westen-Überteil hat keine Ärmel und ist an den Seiten enger geschnitten, sitzt näher am Körper. Der Unterschied zwischen einem Überteil und einer Jacke liegt in Gewicht und Struktur: Ein Überteil nutzt leichtere Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Wollmischungen, typischerweise 100 bis 180 Gramm pro Quadratmeter, während eine Jacke Einlage und manchmal Polsterung enthält.

Herstellung und Materialien

Überteile werden in den gleichen Zuschnitt- und Nähvorgängen wie andere Soft-Top-Kleidungsstücke hergestellt. Die Schnittgrößen berücksichtigen, dass das Teil über einem anderen Kleidungsstück sitzt, daher sind die Zugaben bei Brust und Armausschnitt größer als bei einem eng anliegenden Hemd. Nähte werden oft abgesteppt, um Haltbarkeit und optische Definition zu erreichen. Knopflöcher müssen verstärkt werden, um Einrisse zu verhindern, da das Überteil häufig an- und ausgezogen wird. Die Saumtiefe bei einem Überteil liegt typischerweise zwischen 20 und 40 Millimetern, je nach beabsichtigtem Gewicht und Verarbeitung.

Der Begriff Überteil kam im 16. Jahrhundert in das englische Textikvokabular als Kleidungsstück, das Arbeitskräfte über ihrem Haupthemd trugen. In der modernen Fertigung umfasst die Überteil-Kategorie Schürzen-Westen, die in Küchen und Fabriken getragen werden, Laborkittel, die als Schutz-Überteile funktionieren, und Kitte, die bei Kunst- und Handwerksarbeiten verwendet werden. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein Überteil anders gemessen und angepasst wird als eine Basislage oder ein strukturierter Mantel.

Passformprobleme bei Überteilen konzentrieren sich auf die Platzierung der Schulterkante und die Tiefe des Armausschnitts. Ist der Armausschnitt zu hoch, staut sich der Unterstoff am Halsausschnitt; ist er zu tief, rutscht das Überteil im Rücken herunter. Die Halsöffnung muss den Hals des darunterliegenden Kleidungsstücks aufnehmen, ohne einzuengen. In der Produktion werden Überteile oft an Schneiderpuppen mit eng anliegenden Unterlagen getestet, bevor der Schnitt für eine Großserie freigegeben wird.

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