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Bauwesen

Verputz

Englisch: parge

Ein Anstrich aus Zementmörtel auf der Oberfläche rauen Mauerwerks oder auf der Erdseite von Fundament- und Kellerwänden.

Putzschicht: schützender Mörtelbelag auf Mauerwerk und Fundamenten

Eine Putzschicht ist ein dünner schützender Zementmörtelbelag, der direkt auf die Oberfläche von Mauerwerk, Beton oder erdgestützten Wänden aufgetragen wird, am häufigsten auf unterirdischen Fundament- und Kelleraussenwänden. Sie dient als Wetter- und Feuchtigkeitsbarriere, versiegelt das porenreiche Untergrundmaterial und verhindert Wassereintritt in das Bauwerk. Der Belag ist typischerweise 9 bis 13 mm dick und haftet durch mechanische Verankerung am Untergrund, nicht allein durch Hafteigenschaften des Mörtels.

Auf Fundamentwänden wird die Putzschicht auf der Außenseite aufgetragen, wo Boden auf Mauerwerk oder Beton trifft. Wasser, das durch den Boden wandert, kann kleine Risse, Hohlräume und die natürliche Porenstruktur von Betonsteinen oder Backstein ausnutzen; eine Putzschicht bietet eine durchgehende, dichtere Barriere. Bei unterirdischen Anwendungen erstreckt sich die Schicht üblicherweise vom Fundament bis zur Geländeoberkante oder leicht darüber, die Oberkante ist normalerweise abgeschrägt oder versiegelt. Innenkellerwände werden ebenfalls verputzt, um aufsteigende Feuchte zu blockieren und das Aussehen zu verbessern.

Der Mörtelmix zum Verputzen unterscheidet sich von Strukturmörtel. Er verwendet typischerweise ein Verhältnis von 1:2 oder 1:3 Portlandzement zu Sand, manchmal mit einem Acryl- oder Latexzusatz für bessere Haftung und Flexibilität. Ein höherer Zementgehalt erzeugt eine härter, wasserbeständigere Oberfläche als Standard-Lagermörtel. Einige Mischungen enthalten integrierte Wasserabweisungsmittel oder Haftzusätze, um die Bodenhaftung zu erhöhen.

Auftrag und Schadensarten

Die Untergrundvorbereitung ist entscheidend: die Oberfläche muss feucht, sauber und frei von losem Material sein, aber nicht so nass, dass die Haftung leidet. Die Putzschicht wird für unterirdische Wände typischerweise in zwei Lagen aufgetragen, jede Lage wird aufgeraut, um die mechanische Verzahnung zu verbessern. Mangelhafte Vorbereitung, unzureichendes Anfeuchten oder Auftrag bei Frost führt zu Ablösungen und Ausbrüchen. Risse entstehen oft, wenn der Mörtel zu schnell in direkter Sonne oder Wind aushärtet.

Das Verputzen unterscheidet sich von Dichtungsmembranen oder Dampfsperrbeschichtungen dadurch, dass es auf Dichte und Kontinuität anstelle von Elastizität setzt. Es ist billiger als Membransysteme, aber weniger nachsichtig gegenüber Setzungsrissen oder strukturellen Bewegungen. Mit der Zeit können Haarrisse entstehen und Wasserwanderung ermöglichen, besonders an Übergängen oder wo der Putz auf unterschiedliche Materialien trifft. Instandhaltung beinhaltet promptes Ausbessern von Rissen und Neuversiegelung beschädigter Bereiche, bevor Wasserschaden in das Bauwerk eindringt.

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