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Kfz-Technik

PCV

Initiale für positive Kurbelgehäuseentlüftung.

PCV: Entlastung für die Kurbelwelle deines Motors

Ein Kurbelgehäuseentlüftungssystem leitet Blow-by-Gase, unverbrannte Kraftstoffe und Verbrennungsprodukte, die an den Kolbenringen vorbeisickern, zurück in den Ansaugkrümmer, statt sie in die Atmosphäre abzuleiten. Ohne das System baut sich Druck im Kurbelgehäuse auf, drückt Öl an Dichtungen und Dichtflächen vorbei und kontaminiert das Motoröl mit Kraftstoff und Säure.

Das PCV-Ventil selbst ist ein Rückschlagventil, üblicherweise ein federbelasteter Schieber in einem Kunststoff- oder Metallgehäuse. Bei hoher Motorbelastung oder großem Krümmer-Unterdruck öffnet sich das Ventil vollständig und ermöglicht maximalen Durchsatz von Blow-by in den Ansaugkrümmer. Bei Leerlauf oder unter geringer Last, wenn der Krümmer-Unterdruck stärker ist, drosselt das Ventil die Durchsatzrate, um zu verhindern, dass zu viel unverbrannte Mischung in den Zylinder gelangt. Diese Regelwirkung ist entscheidend: Zu viel Blow-by-Gas magert das Kraftstoff-Luft-Gemisch ab und führt zu rauem Leerlauf; zu wenig und der Druck im Kurbelgehäuse steigt erneut.

PCV-Systeme wurden in den USA ab 1963 bei Personenwagen zur Abgaskontrolle zur Pflicht. Das Blow-by, das sonst in die Luft entweichen würde, verbrennt nun in den Zylindern. Ein typisches System besteht aus dem Ventil, einem Schlauch vom Kurbelgehäuse zum Ansaugkrümmer und häufig einem Separator oder Ölabscheider, um zu verhindern, dass flüssiges Öl in den Motor gezogen wird.

Häufige Ausfallmuster und Wartung

PCV-Ventile verschlammen mit Kohlenschlamm und Ölrückständen, besonders in Motoren, die nur kurze Strecken fahren ohne Betriebstemperatur zu erreichen, oder in Fahrzeugen, die hart bewirtschaftet werden ohne regelmäßige Ölwechsel. Ein festsitzendes Ventil führt zu übermäßigem Kurbelgehäusedruck, Öllecks an Ölwanne, Ventildeckel und Hauptdichtung sowie verschmutzten Zündkerzen. Ein offenes, festsitzendes Ventil lässt zu viel Blow-by in den Zylinder und verursacht rauhen Leerlauf und magere Fehlzündung. Der Austausch ist unkompliziert: Das Ventil aus der Grommet oder dem Gehäuse herausclipsen oder herausschrauben, die Schläuche abziehen und ein neues Ventil einbauen.

Das PCV-System wird bei der regelmäßigen Wartung übersehen, ist aber wesentlich für die Langlebigkeit des Motors. Verstopfte PCV-Leitungen oder ein fehlerhaftes Ventil schädigen schließlich Dichtungen, ruinieren die Ölqualität und erhöhen den Kurbelgehäusedruck auf Werte, bei denen Öl an jeder Dichtung des Motors vorbeigepresst wird. Viele Mechaniker prüfen das Ventil als Teil einer Inspektion oder bei der Diagnose von Öllecks oder Startschwierigkeiten.

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