SpracheEnglishDeutsch
Bahntechnik

Fahrdienstbetrieb mit mehreren Zügen

Englisch: permissive working

Betriebsverfahren, das mehrere Züge gleichzeitig auf derselben Strecke in einem Blockabschnitt, Signalabschnitt oder Stumpfgleis zulässt.

Zulässiger Betrieb: gesteuerte Mehrfachbelegung auf einem Gleis

Zulässiger Betrieb ist ein Signalisierungssystem, das es einem zweiten Zug ermöglicht, in einen Blockabschnitt oder Signalabschnitt einzufahren, der bereits von einem anderen Zug besetzt ist. Im normalen absoluten Blockbetrieb darf sich nur ein Zug gleichzeitig in jedem Block befinden; der zulässige Betrieb setzt diese Regel unter bestimmten Bedingungen außer Kraft. Der zweite Zug (oder weitere Züge) fährt mit reduzierter Geschwindigkeit ein, typischerweise nicht mehr als 15 mph, und muss bereit sein, innerhalb der sichtbaren Signalbeobachtungsstrecke zu halten. Der führende Zug behält die volle Betriebsautorität; der nachfolgende Zug hat keine Berechtigung, über das Signal dieses Abschnitts hinauszufahren.

Zulässiger Betrieb wird am häufigsten in Rangierbahnhöfen, Nebengleisen und Sackbahnsteigen verwendet, wo Zugbewegungen häufig, langsam und eng überwacht sind. Er ermöglicht effiziente Rangierarbeiten und Bahnsteigverwaltung ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Gleisabschnitte oder komplexer mehrstufiger Signalisierung. Die Praxis verringert Staus und ermöglicht es einem einzelnen Gleis, eine höhere Durchsatzleistung eng verteilter Bewegungen zu bewältigen. Sie wird auch auf stark frequentierten Vorortbahnen eingesetzt, wo kurze Blockabstände und häufige Haltmuster den absoluten Blockbetrieb unpraktisch machen.

Anwendung und Steuerung

Zulässiger Betrieb erfordert optische Signalisierung, klare Sichtlinien und Aufmerksamkeit des Betriebspersonals. Das Signal, das einen zulässig betriebenen Abschnitt schützt, kann ein "zulässiges" Signal anzeigen, häufig eine gelbe oder doppelt gelbe Anzeige, die die Einfahrt mit Vorsicht ausdrücklich genehmigt. Einige Eisenbahnsysteme verwenden einen dedizierten Signalhebel oder eine elektrische Freigabe für zulässigen Betrieb, um die Praxis nur dann zu ermöglichen, wenn Gleiszustand und Verkehrsdichte dies rechtfertigen. Das System setzt darauf, dass Lokführer und Rangierer mit reduzierter Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit für den vorausfahrenden Zug arbeiten.

Der Begriff spiegelt seine Betriebslogik wider: dem zweiten Zug wird die Genehmigung zu fahren gegeben, nicht ein Vorfahrtsrecht. Ausfallmöglichkeiten sind Fehlinterpretation des Signals durch Lokführer und Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit oder Sichtbehinderung durch Witterung oder Rollmaterialkonfiguration. Auf Strecken mit zulässigem Betrieb wird das Unfallrisiko durch strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen, klare Sichtanforderungen und in vielen Fällen die Anwesenheit eines Beobachters auf dem führenden Zug geregelt.

Mehr aus Rail equipment

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.