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Bahntechnik

Hochgeschwindigkeitskurs

Englisch: fast track

Rennstrecke mit optimalen Bedingungen für hohe Geschwindigkeiten.

Schnellfahrstrecke: Eisenbahnlinie für Geschwindigkeit über Distanzen

Eine Schnellfahrstrecke ist eine Eisenbahnlinie, die so gebaut und instand gehalten wird, dass Fahrten mit hoher Geschwindigkeit über längere Zeit möglich sind, typischerweise 200 km/h oder mehr. Im Gegensatz zur konventionellen Eisenbahn, auf der Personen- und Güterverkehr mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemischt werden, ist eine Schnellfahrstrecke eine Trasse für Expresszüge. Die Strecke selbst ist das entscheidende Element: Steigungen werden minimiert, Kurven sind mit großen Radien und Querneigung ausgelegt, die Schiene ist schwer (meist 60 kg/m oder mehr), und die Schwellen sind tief und gut verdichtet, um Vibrationen bei hohen Geschwindigkeiten zu reduzieren.

Schnellfahrstrecken erfordern höhenfreie Kreuzungen bei allen Übergängen, das heißt keine Niveauübergänge mit Straßen oder anderen Eisenbahnstrecken. Die Signaltechnik ist automatisiert und rechnergesteuert verriegelt. Die Instandhaltung des Oberbaus ist intensiv: Schienenabnutzung, Kopfverschleiß und Welligkeit werden bei hohen Geschwindigkeiten zum großen Problem, daher muss die Trasse häufig kontrolliert und auf sehr enge geometrische Toleranzen eingehalten werden. Kurven mit Radius unter 5000 m sind auf einer echten Schnellfahrstrecke kaum zulässig.

Der Bau einer Schnellfahrstrecke ist kapitalintensiv. Die Erdarbeiten müssen eine sehr flache Vertikalausrichtung erreichen (Steigungen unter 2,5 Prozent sind Standard). Brücken und Viadukte ersetzen Dämme in hügeligen Gebieten, da Erdarbeiten zu Setzungen und schlechter Fahrtqualität führen. Schienen werden oft durchgehend verschweißt statt gestoßen und mit minimalen Eigenspannungen verlegt, um Biegelauf und Welligkeit zu vermeiden. Betonschwellen sind Standard, da Holz die notwendige Steifheit nicht aufrechterhalten kann.

Das Rollmaterial auf Schnellfahrstrecken muss mit automatischer Zugbeeinflussung (ATP) oder gleichwertiger Führerstandssignalisierung ausgerüstet sein. Rad- und Drehgestell-Geometrie ist straffer als auf Mischverkehrstrecken: Radprofile werden verfeinert, um Kippeln (seitliche Schwingungen) zu reduzieren, und die Federsteifheit wird auf die erwarteten Geschwindigkeiten abgestimmt. Züge fahren nur dann unter Geschwindigkeitsbeschränkungszonen, wenn Gleisarbeiten laufen oder die Geometrie niedrigere Geschwindigkeiten erfordert.

Schnellfahrstrecken sind wirtschaftlich nur dann rentabel, wenn das Verkehrsaufkommen hoch genug ist, um die Baukosten zu amortisieren. In Europa und Japan befördern Schnellfahrstrecken Regional- und Expresszüge sowie einzelne Güterzüge im Fernverkehr; in Nordamerika ist ihre Nutzung begrenzt. Der Begriff wird manchmal mit Hochgeschwindigkeitsbahn verwechselt, die technisch Züge mit 250 km/h oder mehr meint, aber die Anforderungen an die Infrastruktur sind größtenteils ähnlich.

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