Pseudo-City-Code
Englisch: pseudo-city code
Ein kurzer alphanumerischer Code, den globale Vertriebssysteme verwenden, um verschiedene Reisebueroabteilungen zu unterscheiden
Pseudo-City Code: Wie Airlines nachverfolgen, welcher Agent den Ticket verkauft hat
Ein Pseudo-City Code (PCC) ist eine eindeutige alphanumerische Kennung aus drei oder vier Zeichen, die ein globales Distributionssystem (GDS) einem bestimmten Schalter, einer Filiale oder einer Unteragentur eines Reisebüros zuweist. Er sitzt zwischen dem Reisebüro selbst und dem Airlines- oder Hotelsystem und ermöglicht es den Fluggesellschaften, genau zu wissen, welcher Verkaufspoint eine Buchung, einen Provisionanspruch oder eine Rückerstattungsanfrage generiert hat.
Airlines und Hotelketten vergeben diese Codes an Reisebüros während der Akkreditierung. Jeder physische Ort oder unabhängige Verkaufspoint erhält einen eigenen Code. Ein großes Reisemanagemententereisen mit fünfzig Büros könnte fünfzig verschiedene PCCs haben. Wenn ein Agent an Schalter drei in der Chicagoer Filiale über Amadeus, Sabre oder Galileo eine Buchung vornimmt, wird diese Transaktion mit diesem spezifischen PCC gekennzeichnet, nicht nur mit einem unternehmensweiten Code.
Warum das System wichtig ist
Der PCC erfüllt drei Hauptfunktionen: Provisionsabrechnung, Leistungsverfolgung und Betrugskontrolle. Airlines müssen Provisionen an die korrekte Agenturstelle zahlen und prüfen Buchungen nach PCC, um zu überprüfen, welches Büro auf welche Einnahmen berechtigt ist. Reisebüros nutzen PCCs, um nachzuverfolgen, welche ihrer eigenen Schalter oder Filialen Umsatz generieren, und können so die Produktivität einzelner Agenten und die Rentabilität des Büros messen. Distributionssysteme kennzeichnen auch ungewöhnliche Muster (plötzliche Volumensteigerungen, Rückerstattungsmissbrauch oder provisionsberechtigte Buchungen auf Barverkäufen) nach PCC, um Betrug oder Missbrauch von Agenturdaten zu erkennen.
Der Begriff "Pseudo" spiegelt die Realität wider: Der Code ist nicht die Agentur selbst, sondern eine virtuelle Kennung innerhalb der GDS-Umgebung. Eine einzelne Agenturrjuristische Person könnte mehrere PCCs an verschiedenen Standorten oder unter verschiedenen Marken betreiben. Umgekehrt können einige Unteragenten oder Franchiseunternehmen einen PCC gemeinsam nutzen oder unter dem Code einer Host-Agentur operieren, wodurch der tatsächliche Verkaufspoint für die Fluggesellschaft unsichtbar bleibt.
PCC-Strukturen sind je nach GDS unterschiedlich. Amadeus und Sabre verwenden normalerweise dreistellige Codes (ABC, 1A2, XY9); Galileo und andere Systeme können vierstellig sein. Der Code erscheint in Buchungsreferenzdetails, Fluglinienrechnungen und Abrechnungsberichten. Reisebüros müssen ihre PCC-Zugangsdaten genauso schützen wie Passwörter, da jeder, der den Code kennt, unter der Kontonummer des Reisebüros transagieren und Provisionen oder Rückbelastungen in dessen Namen generieren kann.