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Landtechnik

Ableger

Englisch: pup

Eine neue Pflanze, die aus einem Trieb wächst und zur Vermehrung verwendet werden kann.

Pup: ein abnehmbarer Trieb, der sich zu einer neuen Pflanze entwickelt

Ein Pup ist eine junge Pflanze oder ein Pflänzchen, das sich an der Basis oder dem Rhizom einer Mutterpflanze entwickelt, besonders bei Kulturen wie Ananas, Bananen, Agave und bestimmten Zierpflanzen. Er entsteht als eigenständiger Trieb mit eigenem, sich entwickelndem Wurzelsystem und eignet sich zur Abtrennung und unabhängigen Kultivierung. Der Pup ist weder ein Samen noch ein Steckling, sondern ein genetisch identischer Klon aus Vegetationsgewebe.

Bei der Ananasproduktion entstehen Pups nach der Ernte auf Bodenhöhe rund um die Mutterpflanze. Diese Triebe lassen sich abheben, sobald sie eine Höhe von 15 bis 25 cm erreichen und sichtbare Wurzelansätze zeigen. Bananenpflanzen bilden Pups aus unterirdischen Knollen; ein reifer Bananenbüschel kann pro Erntezyklus drei bis fünf verwendbare Pups hervorbringen. Der Zeitpunkt der Pup-Entnahme wirkt sich auf das Nachwachsen der Mutterpflanze und die Anwuchsrate des Pups aus, die für feldgehärtetes Material typischerweise 70 bis 90 Prozent beträgt.

Pups bieten erhebliche Vorteile gegenüber der Samenvermehrung: Sie reifen schneller heran (Ananas-Pups tragen innerhalb von 18 bis 20 Monaten Früchte, im Vergleich zu 24 bis 26 Monaten bei samengezogenen Pflanzen), bewahren Sorteneigenschaften exakt und verringern genetische Drift in Plantagesystemen. Allerdings tragen Pups alle Erreger der Mutterpflanze mit sich, daher erfordert die Produktion von krankheitsfreiem Vermehrungsmaterial sorgfältige Auswahl und oft Wärme- oder Chemikalienbehandlung des Baumschulmaterials.

Der Begriff Pup wird auch bei Baumkulturen wie Kakao verwendet, wo Triebe am Stamm oder an den Wurzeln gefällter oder beschädigter Bäume entstehen. In Gartenbaubetrieben können kleine Pups mehrere Monate an der Mutterpflanze bleiben, bevor sie zur Abtrennung reif sind. Kommerzielle Erzeuger sortieren Pups nach Größe und Wurzelentwicklung vor dem Versand; untergrößiges Material schneidet im Feld schlecht ab.

Pup-Dichte und Qualität bestimmen Umbruchpläne und Produktionszyklen in tropischer und subtropischer Landwirtschaft. Wo die Arbeitskosten es erlauben, bleiben manuelle Auswahl und Feldwurzelung von Pups standardüblich. Industrielle Vermehrungsanlagen nutzen Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle, um die Pup-Entwicklung vor Verkauf oder Verpflanzung zu beschleunigen.

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