SpracheEnglishDeutsch
Landtechnik

Lohnarbeit

Englisch: custom

adjectiveLandtechnik

Arbeit, die gegen Bezahlung für andere durchgeführt wird, im Gegensatz zu Arbeiten nur für den Eigenbedarf.

custom: Arbeiten auf Bestellung, nicht für den eigenen Betrieb

In der Landwirtschaft bedeutet custom, eine Dienstleistung gegen Bezahlung auf fremdem Land oder mit fremder Ernte zu erbringen, anstatt nur den eigenen Betrieb zu bearbeiten. Ein custom applicator spritzt Herbizide auf Nachbarhöfen gegen Gebühr. Ein custom harvester bringt einen Mähdrescher, um Weizen für mehrere Erzeuger in einer Region zu schneiden. Custom-Arbeiten unterscheiden sich von Betriebseigenen Operationen, bei denen Maschinen und Arbeitskraft nur dem Eigentümer des Landes dienen.

Custom-Dienstleistungen existieren, weil nicht jeder Betrieb spezialisierte Maschinen rechtfertigen kann. Ein Getreidetrockner, Häcksler oder Hochfahrzeug-Spritzgerät stellt eine erhebliche Kapitalinvestition dar. Landwirte mit kleineren Flächen oder saisonalem Bedarf heuern custom operators an. Der custom operator verteilt die Maschinenkosten auf viele Kunden, wodurch die Dienstleistung für beide Seiten wirtschaftlich rentabel wird. Dieses Modell hat die Konstruktion landwirtschaftlicher Maschinen geprägt: custom-Maschinen haben oft größere Kapazität und sind für schwere Dauerlast ausgelegt.

Übliche custom-Operationen

Custom-Spritzen dominiert in vielen Regionen, wobei Operatoren Pestizide, Fungizide und Dünger auf Feldfrüchte auf Hektar-Basis ausbringen. Custom-Ernte bleibt bedeutsam bei Weizen- und Heuproduktion, besonders wenn Erntezeitfenster eng sind und Arbeitskräfte knapp sind. Custom-Getreidetrocknung, Ballenpressen, Mahlen und Mist-Ausbreitung sind ebenfalls weit verbreitet. Sätze werden typischerweise pro Hektar, pro Stunde oder pro bearbeitete Einheit (Scheffel, Tonnen, Ballen) berechnet. Wetter, Maschinenausfallzeiten und die Planung mehrerer Kunden sind ständige Herausforderungen.

Risikoteilung ist zentral für custom-Arbeiten. Der Operator trägt die Haftung für Maschinenschäden und Applikationsgenauigkeit, während der Landbesitzer von Aktualität und Qualität abhängig ist. Streitigkeiten über verpasste Hektare, Schäden an stehenden Feldfrüchten oder mangelhafte Applikation sind häufig. Viele custom operators tragen Haftpflichtversicherung und unterzeichnen detaillierte Servicevereinbarungen, die Sätze, Zeitpunkt und Haftung für Ernteverluste festlegen.

Der Begriff stammt einfach aus der Praxis, Arbeiten auf Bestellung oder nach Gewohnheit (Brauch und Vereinbarung) auszuführen, statt Waren oder Dienstleistungen zum freien Verkauf herzustellen. In der Landwirtschaft bleibt es die Standardbezeichnung für vertragsgebundene Feldarbeiten und unterscheidet diese Operationen von Genossenschaftsmodellen oder Angestelltenverhältnissen.

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