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Landtechnik

Königinnensperrer

Englisch: queen excluder

Selektive Barriere im Bienenstock, die Arbeiterinnen durchlässt, aber nicht die größeren Königinnen und Drohnen.

Königinnensperre: das Gitter, das die Majestät aus der Brutkammer fernhält

Eine Königinnensperre ist ein Rahmen aus Holz oder Kunststoff mit einem Maschengewebe oder Schlitzgitter, der horizontal im Bienenstock sitzt, meist zwischen der Brutkammer und den darüber liegenden Honigräumen. Der Abstand, normalerweise 4,9 bis 5,5 Millimeter, lässt Arbeiterinnen frei passieren, verhindert aber physisch, dass die größere Königin und die Drohnen nach oben gelangen. Diese einfache mechanische Barriere löst ein grundlegendes Imkerei-Problem: Sie stoppt die Königin davon ab, Eier in die Honigwaben zu legen, die Imker ernten möchten.

Das Gerät gibt es in zwei gängigen Ausführungen. Drahtausschlüsse verwenden parallele Drähte oder ein geschweißtes Maschengitter in einem Holzrahmen; Kunststoffausschlüsse nutzen entweder gegossene Lücken oder dünne Schlitze im Kunststoff. Beide Typen passen in die Schienen einer Standard-Zarge. Eine Königin misst etwa 20 Millimeter Länge und 15 Millimeter Breite, während Arbeiterinnen 12 bis 15 Millimeter lang sind, sodass der Größenunterschied ausreicht, damit die Sperre zuverlässig funktioniert. Drohnen mit 15 bis 17 Millimetern passen normalerweise auch nicht durch, obwohl einige Quellen gelegentliches Durchkommen durch abgenutzten Drahtausschluss berichten.

In der Praxis wird die Sperre unter dem ersten Honigzargenbereich oder zwischen Brutkammern eingesetzt, je nach Betriebsweise. Viele Imker nutzen Sperren im Frühjahr und Frühsommer, um die Brutkammer der Königin zu begrenzen und die Kolonie dazu zu bringen, Überschusshonig oben zu lagern, statt die Brutfläche zu erweitern. Manche Betriebe entfernen Sperren bei schwachen Trachtphasen, um der Königin mehr Platz zu geben, und setzen sie wieder ein, wenn die Tracht anläuft. Mit der Zeit können Wabenbau und Propolis Maschenausschlüsse verstopfen, was den Durchgang der Arbeiterinnen erschwert und die Kolonie belastet, deshalb brauchen sie regelmäßige Reinigung.

Praktische Anwendung

Eine gut verwaltete Sperre reduziert Brut in Honigräumen, was die Erntequalität verbessert und die Haltbarkeit des Honigs verlängert, indem er frei von Pollen und Larven bleibt. Allerdings erzeugt die Sperre auch einen Engpass: Wenn zu viele Arbeiterinnen über der Sperre sind, kann die Königin darunter von Pflegerbienen isoliert werden und die Kolonie wird drohnenreich. Manche Bio- oder Naturbetriebe verzichten ganz auf Sperren und nehmen gemischte Brut und Honig in Kauf, um weniger Barrieren und weniger Eingriffe zu haben. Kommerzbetriebe mit Dutzenden oder Hunderten von Völkern nutzen sie normalerweise, um die Schleuderung zu vereinfachen und die Produktreinheit zu halten.

Der Begriff leitet sich von der Hauptfunktion ab: die Königin aus einer bestimmten Zone auszuschließen. Das Wort hat keine geheimnisvolle Ausstrahlung, was für ein so praktisches Werkzeug passt. Eine beschädigte oder fehlende Sperre kann zu teuren Problemen führen, etwa Brut über alle Honigwaben verteilt oder unerwartete Drohnenbrutschichten, die Ressourcen verbrauchen, ohne zur Nektarsammlung beizutragen. Die Kontrolle von Sperre und Sitz bei Inspektionen ist eine Routinewartung, die verhindert, dass kleine Übersehungen zu größeren Imkereisorgen führen.

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