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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Kühlerschlauch

Englisch: radiator hose

Gummierschlauch mit großem Durchmesser, der Motorkühlmittel zwischen Motor und Kühler sowie zurück zur Wasserpumpe befördert.

Kühlerschlauch: die Gummiader zwischen Motor und Kühler

Ein Kühlerschlauch ist ein verstärktes Gummirohr, typischerweise 25 bis 50 mm Durchmesser, das Kühlflüssigkeit vom Motorblock zum Kühlerkern und zurück zur Wasserpumpeneinlass führt. Der obere Schlauch transportiert heißes Kühlmittel vom Motor bei 80 bis 100 Grad Celsius; der untere Schlauch führt kühlere Flüssigkeit zur Pumpe zurück. Beide sind hohem Innendruck ausgesetzt (normalerweise 1,0 bis 2,0 bar bei Straßenfahrzeugen, teilweise höher bei Industriemotoren) und müssen tausende Male expandieren und kontrahieren, während der Motor Temperaturwechsel durchläuft.

Kühlerschläuche werden aus synthetischen Kautschukmischungen (EPDM ist verbreitet) hergestellt und mit Stoff- oder Spiraldrahtlagen verstärkt. Die Innenseite ist glatt, um Turbulenzen zu minimieren; die Außenwand ist gerippt oder spiralförmig für Druckfestigkeit und einfachere Verlegung. Gepresste oder Federbandverbindungen an jedem Ende dichten den Schlauch an Metallanschlüssen am Motorblock und den Kühlertanks ab. Industrie- und Schiffsanwendungen verwenden oft größere Durchmesser und höhere Druckwerte als Leichtfahrzeuge.

Kühlerschläuche verschleißen durch Wärmewechsel, UV-Strahlung und chemische Angriffe durch Kühlmittelzusätze. Kleine Risse bilden sich in der Gummiinnenseite nach 5 bis 10 Jahren normaler Nutzung und geben allmählich Kühlflüssigkeit in den Motorraum oder das Kühlsystem ab. Aufblähungen oder Beulen deuten auf Zersetzung der Innenschicht hin; ein gerissener Schlauch unter Last kann den gesamten Kühlmittelvorrat in Minuten entleeren und zu katastrophalem Motorüberhitzung führen. Spröde, rissige Schläuche mit langsamen Leckagen sind der häufigste Ausfallgrund bei älteren Anlagen.

Der Unterschied zwischen oberem und unterem Schlauch ist wichtig: Obere Schläuche erleben die höchsten Temperaturen und Drücke und versagen meist zuerst. Untere Schläuche arbeiten bei niedrigerer Temperatur, müssen aber Kollaps widerstehen, wenn der Kühlerlüfter Unterdruck erzeugt. Industrieanwendungen verwenden manchmal geflochtene Edelstahlummantelung über dem Gummikern für längere Lebensdauer in rauen Umgebungen oder wenn die Schlauchverlegung an scharfen Kanten oder heißen Oberflächen vorbeiführt.

Ersatzschläuche müssen dem ursprünglichen Innendurchmesser, der Wandstärke und dem Druckwert entsprechen. Die Verwendung eines Schlauchs mit 1,0 bar Nennwert in einem System mit 1,7 bar führt zu vorzeitigen Aufblähungen oder Rissen. OEM- und Aftermarket-Schläuche sind funktional gleichwertig; die Bezeichnung gibt nur die Rolle des Bauteils als primäre Rohrvergatterung zwischen den zwei größten Wärmetauschern in einem flüssiggekühlten Motor an.

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