Register
Englisch: register
Innerer Teil der Gießform, in dem Schriften gegossen werden.
Register: die präzise Ausrichtung, die alles zusammenhält
Im Druck bezeichnet Register die exakte Positionierung und Ausrichtung von Druckelementen, Farben oder Papier zueinander. Wenn Farben, Schichten oder mehrere Druckgänge perfekt übereinander passen müssen, sagt man, sie sind "in Register". Eine Fehlausrichtung, genannt "out of Register", erzeugt sichtbare Lücken, Farbsäume oder Überdruckungen, die das Endprodukt zerstören. Register ist die mechanische und verfahrenstechnische Disziplin, die Mehrfarben- und Mehrgangdruck vor Verwischung bewahrt.
Der Begriff hat tiefe Wurzeln im Buchdruck und im Hochdruckverfahren. Wenn ein Setzer Letterpress in einen Druckrahmen sperrte oder wenn separate Metallklischees für verschiedene Farben nebeneinander angeordnet wurden, mussten die Kanten des Bildbereichs exakt übereinstimmen. Drucker entwickelten kleine Kerben, Kreuze oder Marken, sogenannte Registermarken (oder Schnittmarken), die auf dem Film, der Platte oder dem Bedruckstoff selbst erscheinen. Diese scheibenförmigen Symbole ermöglichen dem Drucker, die Position jedes folgenden Druckgangs oder Farbauftrags zu überprüfen und anzupassen, bevor die Produktion läuft.
Der moderne Offsetdruck erzwingt Register durch eine Kombination aus mechanischer Präzision und Rückmeldung. Der Papierlauf muss stabil bleiben; Zuführ- und Abnahmesysteme sind so konstruiert, dass sie das Bedruckstoffformat in einer festen Position halten. Farbwerk und Walzensystem müssen gleichmäßige, einheitliche Farbauftrag liefern. Am wichtigsten ist, dass sich das Druckwerk jedes Mal an derselben Stelle auf dem Papier festsetzt. Rasterpunkte in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz werden oft unter verschiedenen Rasterwinkeln (typischerweise 15, 45 oder 75 Grad) gedreht, um die Illusion von Vollfarbdruck zu erzeugen; wenn diese Schichten auch nur leicht verrutschen, entsteht ein sichtbares Moiré-Muster.
Die Registertoleranz wird in Bruchteilen von Millimetern gemessen. Dichter Register, oft als plus oder minus 0,1 mm angegeben, ist teuer und zeitaufwändig, weil er sorgfältige Maschineneinstellung, Überwachung und manchmal manuelle Anpassung zwischen den Druckvorgängen erfordert. Lockerer Register, plus oder minus 0,5 mm oder größer, ist schneller, aber nur für wenig sichtbare Arbeiten akzeptabel. Flexodruck und Tiefdruckverfahren, die mit sehr hohen Geschwindigkeiten laufen, stehen vor großen Registerproblemen, weil sich mechanische Toleranzen und thermische Dehnungen über lange Produktionsläufe ansammeln können.
Im modernen Digitaldruck wird Register anders gehandhabt. Elektrostatische und Inkjet-Systeme positionieren jede Farbschicht durch computergesteuerte Ablenkung oder Kopfausrichtung. Thermische Ausdehnung des Bedruckstoffs spielt immer noch eine Rolle; geheizte Fixiereinheiten in Laserdruckern können zu leichtem Versatz führen. Digitale Arbeitsabläufe umfassen automatische Registerkorrektur, bei der die Maschine Fiduziärmarken erfasst und das Druckmuster in Echtzeit anpasst, um mechanischen Versatz oder Dehnungen des Bedruckstoffs auszugleichen.