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Drucktechnik

Reglet

Englisch: reglet

Holz- oder Metallleiste in der Höhe eines Quadrats, zur Regulierung des Abstands zwischen Seiten in einer Satzform und zum Ausschießen von Titelseiten und anderem lockeren Satz.

Reglet: ein Abstandshalter, der Seiten in der Satzform fixiert

Ein Reglet ist ein dünner Streifen aus Holz oder Metall, typischerweise zwischen 6 und 12 Punkt hoch (etwa 2 bis 4 mm), der in eine Satzform passt, um den Abstand und die Ausrichtung des Druckbildes zu regeln. Er erfüllt die wichtige Aufgabe, gleichmäßige Lücken zwischen Seiten und Schriftblöcken zu wahren und sicherzustellen, dass die Satzform beim Verschließen und Drucken Seiten in einheitlicher Tiefe und korrekter Passerung belichtet.

Holzreglets aus Hartholz wie Kirsche oder Ahorn sind seit Jahrhunderten der Standard in Akzidenzsetzereien und im Buchdruck. Metallreglets aus Messing oder Stahl bieten größere Haltbarkeit und Präzision, besonders bei Massenarbeit, wo der wiederholte Druck der Maschine weiches Material verformen kann. Die Länge ist der Satzformbreite angepasst, und die Dicke (oder Höhe) ist genormt, sodass Reglets zuverlässig neben schrifthohem Ausschluss und Blöcken gestapelt werden können.

Die eigentliche Bedeutung von Reglets zeigt sich bei offenen Sätzen wie Titelseiten und Kapitelumbrüchen, wo große Weißflächen dominieren. Ein unachtsamer Setzer kann Lücken hinterlassen, die sich beim Verschließen verschieben und zu schiefer oder zu tief belichtetem Druck führen. Reglets verhindern das durch feste, unverrückbare Grenzen. Sie schützen auch feine Schrift und Blöcke davor, beim Anziehen der Quetschhölzer gequetscht zu werden.

Herkunft des Namens und weitere Funktionen

Der Begriff stammt vom französischen règlet, was soviel wie Strichlinie oder kleines Lineal bedeutet und die Funktion des Werkzeugs als unsichtbare Grenzmarkierung in der gesetzten Form widerspiegelt. Im größeren Ökosystem des Ausschlussmaterials sitzt das Reglet zwischen Durchschüssen (dünnes Abstandsmaterial) und Ausschluss (die größeren Holz- oder Metallblöcke, die den Hauptteil der Weißfläche ausmachen). Anders als Durchschüsse, die kleine Lücken innerhalb von Zeilen füllen, arbeiten Reglets auf der Seitenebene und müssen absolut schrifthoch sein, um ungleichmäßige Belichtung zu vermeiden.

Der moderne digitale Druck hat Reglets überflüssig gemacht, aber sie sind in kleinen Druckereien und Feindruckbetrieben noch weit verbreitet. Ein Setzer, der sie nie in die Hand genommen hat, wird Schwierigkeiten haben, eine Satzform sauber zu verschließen; wer gelernt hat, sie richtig zu nutzen, versteht ihre stille Bedeutung für das Handwerk. Ein schlecht gewähltes oder falsch platziertes Reglet kann stundenlange sorgfältige Arbeit zunichtemachen.

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