Betriebsgenehmigung
Englisch: running powers
Berechtigung in einem Vertrag, die es einem Eisenbahnunternehmen erlaubt, Züge auf den Gleisen eines anderen Unternehmens zu betreiben.
Betriebsrechte: Nutzungsrechte auf fremden Bahngleisen
Betriebsrechte sind vertragliche Rechte, die es einem Eisenbahnunternehmen erlauben, seine eigenen Züge auf Gleisen zu fahren, die ein anderes Unternehmen besitzt und instand hält. Das Eigentümerunternehmen, Infrastrukturbetreiber oder Wirtschaftsbahn genannt, behält die volle Verantwortung für Gleisunterhalt, Signalanlage und Verkehrsplanung. Das Unternehmen, das die Betriebsrechte nutzt, zahlt Zugangsgebühren und muss sich an die Betriebsvorschriften, Fahrplanvorgaben und Sicherheitsstandards des Wirtschaftsbahnbetreibers halten.
Betriebsrechte entstehen aus Geschäftsvereinbarungen zwischen Betreibern, oft aus Zeiten, als Eisenbahnnetze auf mehrere Unternehmen verteilt waren. Ein Personenverkehrsunternehmen könnte Betriebsrechte über Güterbahn-Strecken haben, um einen Bahnhof in einer Stadt zu erreichen. Ein Güterverkehrsunternehmen nutzt möglicherweise Betriebsrechte, um auf einen Hafen oder Industrieanlage auf dem Netz eines anderen Betreibers zuzugreifen. Diese Regelung vermeidet teure Doppelinfrastruktur und ermöglicht gleichzeitig Wettbewerb und Leistungserweiterung.
Praktische Einschränkungen und Konflikte
Betriebsrechte sind begrenzt und häufig umstritten. Ein Unternehmen mit Betriebsrechten muss seine Züge in Trassen einpassen, die der Wirtschaftsbahnbetreiber zuteilt, üblicherweise in der Nebenzeit oder auf Nebenstrecken. Konflikte entstehen, wenn die Nachfrage nach den gemeinsamen Gleisen die Kapazität übersteigt; der Wirtschaftsbahnbetreiber hat in der Regel Vorrang für seine eigenen Züge. Streitigkeiten über Trassenverteilung, Instandhaltungsarbeiten, die den Zugang blockieren, und Unstimmigkeiten über Gebühren sind üblich. Behörden in vielen Ländern überwachen Betriebsrechtsvereinbarungen jetzt, um diskriminierenden Zugangsausschluss zu verhindern.
Der Begriff stammt aus der britischen Eisenbahnpraxis, wo er als praktische Lösung entstand, als mehrere konkurrierende Unternehmen regionale Netze nutzten. Heute sind Betriebsrechte in fragmentierten Eisenbahnsystemen, besonders in Europa und Nordamerika, unverzichtbar. In vollständig integrierten Systemen wie den meisten japanischen Eisenbahnen sind Betriebsrechte weniger verbreitet, da ein Unternehmen sowohl Gleise als auch Betrieb kontrolliert. Die Regelung erfordert detaillierte Vereinbarungen über betroffene Strecken, Zeitbeschränkungen, zulässige Zugtypen und Gewichte sowie Verfahren zur Streitbeilegung.