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Luftfahrttechnik

Landebahn

Englisch: runway

Normalerweise gepflasterter Landestrich für Flugzeuge zum Landen oder Starten.

Landebahn: der gepflasterte Weg, auf dem Flugzeuge beschleunigen und abbremsen

Eine Landebahn ist ein langer, gerader Streifen aus hartem Material, üblicherweise Beton oder Asphalt, der ausgelegt ist, um Gewicht und Reibung von Start- und Landungsvorgängen zu tragen. Moderne Landebahnen sind je nach Flugzeugtyp, Flughöhe und Klima zwischen 1.000 Metern und über 4.600 Metern lang. Die Oberfläche muss wiederholte hohe Achsenlasten, Düsenstrahlverschleiß und die abrasive Wirkung von Gummireifen bei hoher Geschwindigkeit aushalten.

Der Bau einer Landebahn besteht aus mehreren Strukturschichten. Unter der Verschleißschicht liegen eine Binderschicht, Tragschicht und Untergrund, die alle so konstruiert sind, dass sie Flugzeuglasten verteilen und die Wasserableitung steuern. Die Dicke variiert: Landebahnen an Verkehrsflughäfen benötigen typischerweise 350 bis 500 Millimeter Asphalt oder bis zu 250 Millimeter starren Beton, je nach Bodenbeschaffenheit und erwarteten Flugzeugen. Die Oberfläche ist leicht gewölbt, um Wasser zu den Randentwässerungen abzuleiten.

Markierungen, Nummern und Verschleiß

Die Ausrichtung der Landebahn wird durch eine zweistellige Nummer auf der Oberfläche gekennzeichnet: Landebahn 09 verläuft in Richtung 090 Grad magnetisch (Osten), Landebahn 27 verläuft in Richtung 270 Grad (Westen). Wenn eine Landebahn in beide Richtungen genutzt werden kann, ist jedes Ende entsprechend gekennzeichnet. Weiße Randlinien, Mittellinien und Aufsetzzonen-Markierungen dienen dem Präzisionsanflug und den Landungsoperationen. Rollbahnmarkierungen sind gelb, um sie von den weißen Landebahnmarkierungen zu unterscheiden.

Verschleiß entsteht durch Ermüdungsrisse, Spurrinnen durch wiederholte Radlasten, Fremdkörperschäden (FOD) durch Kies oder Verschmutzung und Gummiablagerungen. Düsenstrahl hinterlässt verkohltes und oxidiertes Oberflächenmaterial. Regen oder stehendes Wasser beschleunigt Erosion in der Unterschicht. Die Instandhaltung umfasst regelmäßiges Kehren, Hochdruckreinigung, Rissversiegelung und geplante Auflagen alle 15 bis 25 Jahre je nach Verkehrsaufkommen und Klima.

Die Inspektion der Landebahn liegt in der Verantwortung des Instandhaltungsteams. Sichtprüfungen, Hochgeschwindigkeits-Griffigkeitsprüfungen mit Griffigkeitsmessgeräten und Bodenradaruntersuchungen erkennen Hohlräume und Feuchtigkeitsstellen im Untergrund. Die Tragfähigkeit wird anhand von Flugzeugradlastdaten und zulässigen Fahrbahnkennzahlen bewertet. Die Sperrung für Instandhaltung oder Wetter wird mit der Flugsicherung und dem Flugbetrieb abgestimmt; bereits kurze Reparaturen wirken sich erheblich auf den Betrieb und die Finanzen aus.

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