Siebmaske
Englisch: screen mask
Bauteil für präzises Drucken auf Geräten wie Leiterplatten.
Druckschablone: die Schablone, die deinen Druck formt
Eine Druckschablone ist ein feines Maschengewebe, das über einen Rahmen gespannt ist und mit einem Fotolack-Muster beschichtet ist, um bestimmte Bereiche zu blockieren und andere offen zu lassen. Wenn Tinte oder Lötpaste mit einem Rakel über die Schablone gedrückt wird, gelangt das Material nur durch die offenen Maschen und erzeugt einen präzisen Auftrag auf dem Substrat darunter. Die Schablone funktioniert sowohl als Druckschablone als auch als Barriere und kontrolliert, wo das Material landet und wie viel sich ansammelt.
Druckschablonen werden aus Edelstahlgewebe oder Polyestergewebe hergestellt, typischerweise mit 40 bis 400 Mikrometer großen Öffnungen je nach Anwendung. Für Leiterplatten liegen die Standard-Maschenweiten zwischen 120 und 180 Maschen pro Zoll. Die Fotolack-Emulsion wird auf beide Seiten des Gewebes aufgetragen, dann durch ein Filmposit belichtet, um das Muster auszuhärten. Die unbelichtete Emulsion wird abgewaschen und hinterlässt offene Maschen in der Form des Auftragsmusters. Die Dicke ist entscheidend: Eine 10-Mikrometer-Emulsionsdicke trägt weniger Paste auf als eine 25-Mikrometer-Dicke, bei sonst gleichen Bedingungen.
Der Name kommt direkt aus der Funktion: Die Schablone kontrolliert, was das Gewebe freigibt. In der Druckfachsprache nennt man das eine Schablone, aber in der Elektronikfertigung ist Druckschablone die Standard-Bezeichnung, weil das Gewebe selbst die kritische Komponente ist. Der Begriff unterscheidet sie von anderen Schablonen, die aus Scheetmaterial ausgeschnitten werden.
Häufige Ausfallarten und Kompromisse
Verschleiß tritt an den Kanten auf, wo die Rakelklinge wiederholt das Gewebe berührt. Die Emulsion baut sich ab und erzeugt unsaubere Aufträge. Aufbau von ausgehärteter Lötpaste oder Tinte verstopft die Maschenöffnungen und reduziert den Durchsatz. Darum werden Schablonen zwischen den Zyklen mit Lösemitteln gereinigt, die zum Pastentyp passen, und darum beinhalten Fertigungsreihen geplante Schablonenwechsel. Eine Schablone, die auf 70 Prozent ihrer ursprünglichen Liniendefiniertheit abgelaufen ist, wird typischerweise verworfen.
Die Schablonlenspannung, gemessen in Newton pro Zentimeter, beeinflusst unmittelbar die Konsistenz des Auftrags. Niedrige Spannung führt zu Durchhang und ungleichmäßigem Kontakt; hohe Spannung riskiert Rahmenschaden. Industrieschablonen werden auf 25 bis 35 N/cm für Lötpasten-Arbeit gespannt. Der Winkel der Rakelklinge, der angewendete Druck und die Geschwindigkeit des Hubes wirken alle zusammen mit dem Schablonen-Design, um die endgültige Auftragsform und das Volumen zu bestimmen, was die Schablonenwahl zu einem integralen Teil der Prozesskontrolle in der Elektronikbestückung macht.