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Bauwesen

Schutzwand

Englisch: screen wall

Nicht tragende Wand, die auf einem Dach um Einheiten oder Kantensteine errichtet wird. Die Konstruktion besteht normalerweise aus Rippen mit Holz- oder Metallverkleidung.

Sichtschutzwand: Auf dem Dach montierter Wind- und Sichtschutz

Eine Sichtschutzwand ist eine nicht tragende Wand, die auf einem Dach errichtet wird, um mechanische Ausrüstung, Lüftungsanlagen oder andere Gebäudesysteme vor Blicken zu verbergen und gleichzeitig die Windbelastung und Verwirbelungen um diese Installationen zu verringern. Im Gegensatz zu einer tragenden Wand, die das Gebäudegewicht aufnimmt, wird eine Sichtschutzwand vollständig vom Dachfeld getragen und leitet nur ihr Eigengewicht und den Winddruck nach unten ab. Sie wird typischerweise aus horizontalen Riegel (meist Stahl- oder druckbehandelte Holzprofile, vertikal im Abstand von 60 bis 120 Zentimetern angeordnet) mit befestigtem Verkleidungsmaterial gebaut.

Das Verkleidungsmaterial variiert je nach Projektanforderungen und Standort. Metallbleche aus Aluminium oder verzinktem Stahl sind verbreitet, weil sie leicht, langlebig bei Dachexposition und wartungsarm sind. Holzbretter, Verbundpaneele oder Drahtgeflechte werden je nach ästhetischen Zielen und Budget verwendet. Die Abstände zwischen den Riegeln bleiben manchmal offen, um Luftzirkulation zu ermöglichen, den Windwiderstand zu verringern und Wartungszugang hinter dem Sichtschutz zu schaffen.

Wind- und Lärmschutzüberlegungen

Sichtschutzwände verringern die Windgeschwindigkeiten, die sonst um Dachgeräte wirbeln würden, und reduzieren so Vibrationen und Lärmübertragung ins Gebäude. Eine massiv ausgeführte Sichtschutzwand kann aber bei starkem Wind zu übermäßigem Druck auf dem Dach führen; Ingenieure schreiben oft perforierte oder teilweise offene Konstruktionen vor, damit Wind hindurchströmt, anstatt gegen die Wand zu drücken. Höhe und Dichte des Sichtschutzes beeinflussen direkt die Windlast; eine 1,2 Meter hohe Sichtschutzwand mit 50 Prozent geschlossener Fläche erzeugt ein anderes Druckprofil als eine 2,4 Meter hohe massive Wand.

Die Installation beginnt nach Fertigstellung der Dachbahn. Riegel werden mit Schrauben an Sockeln (typischerweise Stahlwinkeln oder Betonblöcken) befestigt, die auf dem Dachfeld geklebt oder mechanisch verankert sind. Dieses Sockelsystem verteilt Lasten über das Dachfeld und verhindert Wasserstau an der Wandbasis. Alle Durchdringungen und Nähte müssen versiegelt werden, um Wassereintritt zu verhindern, und die Wandbasis muss neigen oder entwässert sein, um Niederschlag abzuleiten.

Der Begriff "Sichtschutzwand" unterscheidet dieses Element von einer vollständigen Brüstung (die am Gebäuderand sitzt und oft tragend ist) oder einer Trennwand (die Innenraumwand). Da Sichtschutzwände nicht tragend und temporär sind, werden sie manchmal entfernt oder verlegt, wenn Gebäudesysteme modernisiert werden. Sie müssen aber trotzdem den Windlastberechnungen für den geografischen Standort und den lokalen Dachbefestigungs- und Windwiderstandsvorschriften entsprechen.

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