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Transport und Logistik

Sitzkilometer

Englisch: seat-mile

Eine Maßeinheit für die Personenbeförderungskapazität, berechnet aus der Anzahl der verfügbaren Sitze multipliziert mit der Flugstrecke in Kilometern.

Sitzplatzmeile: Kapazitätsmessung unter Berücksichtigung der Entfernung

Eine Sitzplatzmeile ist eine grundlegende Maßeinheit zur Messung der Produktionskapazität eines Fahrgastfahrzeugs über eine bestimmte Entfernung. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der verfügbaren Sitzplätze im Fahrzeug mit der Anzahl der Meilen (oder Kilometer) multipliziert wird, die es zurücklegt. Beispielsweise erzeugt ein Flugzeug mit 150 Sitzplätzen, das 500 Meilen fliegt, 75.000 Sitzplatzmeilen Kapazität; das gleiche Flugzeug auf einer 1.000-Meilen-Strecke erzeugt 150.000 Sitzplatzmeilen.

Die Kennzahl ist unverzichtbar für den Vergleich der Leistung verschiedener Flotten und Strecken auf einer einheitlichen Grundlage. Eine Fluggesellschaft, die einen regionalen Jet mit 180 Sitzplätzen auf einem 2-Stunden-Flug einsetzt, deckt etwa 1.080 Sitzplatzmeilen ab (bei etwa 600 Meilen Entfernung), während das gleiche Flugzeug auf einer landesweiten 2.400-Meilen-Strecke 432.000 Sitzplatzmeilen deckt. Dies ermöglicht es Betreibern und Investoren, die Kapazitätsauslastung unabhängig von der Flottengröße oder Streckenlänge zu bewerten.

Sitzplatzmeilen müssen von verfügbaren Sitzplatzkilometern (ASK) in metrischen Märkten unterschieden werden, die das gleiche Konzept in Kilometern messen. Die Berechnung selbst ist unkompliziert, aber die Interpretation erfordert Sorgfalt: Eine Strecke kann hohe Sitzplatzmeilen erzeugen, während relativ wenige zahlende Fahrgäste befördert werden, was zu einem niedrigen Auslastungsfaktor führt (der Prozentsatz der tatsächlich besetzten Sitzplätze). Ein Flugzeug mit 150 Sitzplätzen mit 90 Fahrgästen auf einer 500-Meilen-Strecke erzeugt 75.000 Sitzplatzmeilen, erreicht aber nur einen Auslastungsfaktor von 60 Prozent.

Einsatz in Planung und Vermögensmanagement

Verkehrsbetreiber nutzen Sitzplatzmeilen zur Bewertung der Streckenrentabilität, der Flottenauslastung und der Kapitaleffizienz. Fluggesellschaften und Busunternehmen vergleichen ihre Flotten mit Wettbewerbern anhand dieser Kennzahl. Sie bildet auch die Grundlage für die Kapazitätsplanung: Wenn die Nachfrage auf einer Strecke auf 50.000 Fahrgäste pro Jahr prognostiziert wird und die durchschnittliche Reisestrecke 400 Meilen beträgt, kann der Betreiber die erforderlichen Sitzplatzmeilen berechnen und geeignete Flugzeug- oder Fahrzeugtypen auswählen, um diese Nachfrage effizient zu decken.

Die Kennzahl hat ihre Grenzen. Sie berücksichtigt nicht den Auslastungsfaktor, die Einnahmen pro Sitzplatz, die Kraftstoffeffizienz oder die Auslastungsquoten zu verschiedenen Tageszeiten. Ein älteres, weniger kraftstoffeffizientes Flugzeug könnte die gleichen Sitzplatzmeilen wie ein moderner Konkurrent erzeugen, aber mit deutlich höheren Betriebskosten. Dennoch bleibt die Sitzplatzmeile-Kapazität die grundlegende Messgröße des Transportangebots in Luftfahrt, Busverkehr und Schienenverkehr.

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