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Drucktechnik

Sextodezimo

Englisch: sextodecimo

Papierformat, das durch Falten und Schneiden eines Bogens in sechzehn Teile entsteht (3,25" x 5" oder 5" x 6,25").

Sextodecimo: eine 16-blättrige Faltung, die zur Standardtaschenbuchgröße wurde

Sextodecimo, oft mit 16mo abgekürzt, ist ein Seitenformat, das durch das Falten eines Bogens in sechzehn Blätter oder zweiunddreißig Seiten entsteht, wenn beide Seiten bedruckt werden. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen für "Sechzehnter" und spiegelt die mathematische Teilung des Originalbogens wider. Nach imperialem Maß misst eine Sextodecimo-Seite typischerweise 3,25 mal 5 Zoll, wobei es metrische Entsprechungen für die internationale Produktion gibt. Dieses kleine, dichte Format prägte historisch Taschenbücher, Gesangbücher und Nachschlagewerke, bei denen die Tragbarkeit wichtiger war als der Lesekomfort.

Die Mechanik des Sextodecimo-Faltens erfordert genau vier aufeinanderfolgende rechtwinklige Faltungen eines einzelnen Ausgangsbogens. Der Druckbogen selbst muss viel größer sein, typischerweise etwa 20 mal 25 Zoll in seiner Ausgangsgröße, damit die Seiten nach dem Falten und Beschneiden ihre Zieldimensionen erreichen. Buchbindemaschinen führen diese Faltungen mechanisch durch; die Präzision der Faltkanten wirkt sich unmittelbar auf die Seitenausrichtung in der Lage und die Ebenheit des fertigen Buchblocks aus. Jedes Verrutschen während des Faltens wird im fertigen Produkt als falsch ausgerichteter Satz oder Recto-Verso-Versatz sichtbar.

Sextodecimo liegt am dichten Ende der traditionellen Buchformatskala. Während Foolscap-Folio für Ledger und Rechtsdokumente verwendet wurde und Octavo zur Standard-Handelsuchgröße wurde, maximierte Sextodecimo Tragbarkeit und Papiereinsparung. Ein einzelner Ausgangsbogens konnte sechzehn verkäufliche Seitenflächen ergeben. Diese Effizienz machte kleine andächtige Werke und Taschen-Wörterbücher wirtschaftlich zu produzieren und zu transportieren. Das Format verschwand fast, nachdem der Offsetdruck und der digitale Druck die Kosten vorteilhaften Papiersparsamkeit verringerten, doch es bleibt in Spezialausgaben, Penguin-Classics-Bänden und handgebundenen Werken bestehen, wo die kompakte Ästhetik beabsichtigt ist.

Drucker und Buchbinder stoßen auf Sextodecimo hauptsächlich beim Bearbeiten von Nachdrucken klassischer Texte oder wenn ein Auftraggeber das Format ausdrücklich anfordert. Die größte Herausforderung bei der Produktion ist die Gewährleistung konsistenter Faltwinkel und Druckausübung; unzureichendes Falten hinterlässt ausgefranste Ränder, während zu starkes Falten das Papier reißt. Moderne Bindemaschinen handhaben 16mo-Lagen ohne Schwierigkeiten, doch Klein- und Handdruckbetriebe müssen die Faltung manuell überwachen. Das Format stellt auch praktische Anforderungen an die Bindung: Die vielen Blätter pro Lage (sechzehn Seiten pro Falte) bedeuten, dass der Buchrücken mehr Belastung erfährt als bei größeren Formaten, daher werden ausreichend Adhäsiv und Verstärkung mit Vorsatzpapier kritisch.

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