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Werkstattsprache und Slang

Shed

Englisch: shed

Eine British Rail Class 66 Lokomotive.

Shed: Eine Class-66-Diesellokomotive auf britischen Schienen

Ein Shed ist eine Class-66-Dieselhydraulik-Lokomotive, eine robuste Güterzuglokomotive, die seit 1998 von English Electric (später Brush Traction) für den Schienengüterverkehr in Großbritannien gebaut wird. Die 66 gehört zu den häufigsten Loks im Netz und ist an ihrer charakteristischen kantigen Formgebung und einer Leistung von etwa 4.000 PS erkennbar. Der Begriff Shed stammt aus der informellen Kultur der Betriebswerkverpflegung; Lokomotiven wurden historisch in Betriebswerken (Sheds) gewartet und abgestellt, und der Name blieb an der Maschine selbst hängen, in der Sprache von Lokführern und Bahnbediensteten.

Die Class 66 ist eine Hauptstrecken-Güterzuglok, die schwere Mineralien, Container, Autotransporte und Ladungseinheiten über lange Strecken mit bis zu 75 mph (120 km/h) befördern kann. Das Design setzt auf Einfachheit und Zuverlässigkeit statt Höchstgeschwindigkeit; Motor ist ein 12-Zylinder-Cummins-Antrieb, gekoppelt mit einem Wechselstrom-Triebwerk. Diese Auslegung opfert Leistung für Robustheit unter rauen Betriebswerkbedingungen und auf Nebenstrecken, wo ältere Infrastruktur ohnehin geringe Geschwindigkeiten erzwingt.

Der Shed ist zum Standard-Zugtriebfahrzeug für Güterbahn-Unternehmen geworden, weil die Wartungskosten niedrig sind, Ersatzteile verfügbar sind und die Maschine schlechte Gleisqualität verträgt. Allerdings hat die Baureihe bekannte Schwachstellen: Kühlventilatoren des Fahrmotors, Ausfälle der Druckluftbremse und Verschleiß der Turbolader-Wellenlager. Der Austausch großer Baugruppen erfolgt in Betriebswerken statt an der Strecke, und Ausfallzeiten bei Elektrikfehlern können erheblich sein, da die Diagnose Spezialprüfausrüstung verlangt.

Britische Eisenbahnfreunde und Bahnpersonal unterscheiden zwischen frühen Sheds (etwa 1998 bis 2008) und späteren Varianten mit verbesserter Emissionskontrolle und geänderten Kupplungen. Aggregate Industries, Hanson und große Güterbahn-Betreiber betreiben jeweils Flotten von Sheds, die für ihre eigenen Verkehrsarten angepasst sind, mit unterschiedlichen Kupplungsstandards und Bremsventil-Einstellungen. Einige erhaltene Exemplare fahren auf Museumsbahnen, wo ihre Neuheit und robuste Bauart sie als praktische Museumsloks gegenüber viel älteren Baureihen auszeichnen.

Der Name Shed wird beibehalten, weil Großbritanniens Güterbahn-Industrie ihr Vokabular aus dem Zeitalter der Dampfloks geerbt hat, als Lokomotiven von Betriebswerken (Sheds) betreut wurden, nicht von einzelnen Gesellschaften. Diese Sprache bleibt bestehen, obwohl Diesel- und Elektrizität den Verkehr prägen. Ein Lokführer, der anruft und sagt, dass sein Shed wegen eines Getriebedefektes außer Betrieb ist, verwendet dieselbe lässige Ausdrucksweise wie sein Vorgänger vor fünfzig Jahren, obwohl er von einer Maschine spricht, die es damals noch gar nicht gab.

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