Thumper
Englisch: thumper
Schiebetürenbahn, die Ende der 1950er Jahre eingeführt wurde.
Thumper: der laute, hart fahrende Pendlerzug der 1950er Jahre
Ein Thumper ist ein Personenzug, der Ende der 1950er Jahre auf britischen Eisenbahnen in Betrieb ging und sich durch Schiebetüren und eine deutlich wahrnehmbare Vibrationsfahrt auszeichnete. Der Name stammt vom ausgeprägten Lärm und von Vibrationen, die diese Züge erzeugten, besonders durch die zuschlagenden Türen und durch die Wechselwirkung zwischen der leichten Karosseriestruktur und dem Gleis. Die meisten waren vier- oder achtgliedrige elektrische oder Dieseltraktion-Einheiten, die für Vororts- und Pendlerverkehr ausgelegt waren und kurze bis mittlere Strecken mit häufigen Halts bewältigten.
Der Schiebetür-Mechanismus war das Erkennungszeichen. Anders als moderne Züge mit kraftbetätigten Türen verwendeten Thumper manuell bediente Türen, die Fahrgäste von Hand schlossen und dabei einen charakteristischen lauten Knall erzeugten, wenn der Türrahmen auf den Riegel traf. Das Einsteigen und Aussteigen ging schnell, war aber laut, besonders in der Stoßzeit, wenn Dutzende von Türen in schneller Folge an jedem Bahnhalt zuschlug. Der Name spiegelt diese akustische Realität wider: das Thumping war unvermeidlich und allgegenwärtig.
Warum sie hämmerten und warum sie so lange hielten
Auch die Fahrqualität trug zum Ruf bei. Diese Züge hatten relativ steife Aufhängungssysteme und leichtere Aufbauten als schwere Fernverkehrszüge, was bedeutete, dass Fahrgäste jede Unebenheit zwischen Rad und Schiene spürten. Zusammen mit dem Lärm von verschlissenen Bremsbelägen und dem metallischen Klappern von Türen, Fenstern und Inneneinrichtungen konnte eine Fahrt in einem Thumper durchaus unangenehm sein. Dennoch waren sie wegen ihrer Kapazität, Häufigkeit und der Geschwindigkeit, mit der sie an jedem Kopfbahnhof umgesetzt werden konnten, beliebt.
Thumper verkehrten auf Vorortnetzen in ganz Großbritannien, besonders rund um London, die Midlands und andere städtische Gebiete. Einige blieben bis in die 1980er Jahre im Dienst, bevor sie ausgemustert und verschrottet wurden. Der Begriff ist Teil des Eisenbahn-Erbes-Vokabulars geworden und wird liebevoll von Enthusiasten und Arbeitern verwendet, die sich an die Zeit erinnern, als Züge ihre Präsenz durch reine akustische Kraft ankündigten, statt durch elektronische Klingeln.