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Fertigung

Shirren

Englisch: shirr

Das Einkräuseln von Textilien durch Zusammenziehen paralleler Fäden.

Shirring: kontrolliertes Stauchen von Stoffen durch Fadenzug

Shirring ist das Verfahren, bei dem Stoffe durch das Ziehen von parallelen Fäden, die durch das Material laufen, in enge, gleichmäßige Falten gelegt werden. Das Ergebnis sind mehrere gleichmäßig angeordnete horizontale Rippen, üblicherweise 1/8 Zoll bis 1/4 Zoll Abstand, die den Stoff in der Breite zusammenziehen und dabei die Länge beibehalten. Dies erzeugt sowohl Textur als auch Elastizität im Fertigprodukt, wodurch der Stoff gedehnt und zurückgebildet werden kann, ohne das Grundgewebe zu reißen.

Die zum Shirring verwendeten Fäden sind normalerweise Elastoderm, auf Spinnfaden aufgewickelte elastische Filamente oder manchmal herkömmliche Fäden, die stramm gezogen und befestigt werden. Die Fäden werden entweder beim Weben (durch einen Webstuhlavancier) oder nachträglich durch Stickmaschinen oder spezielle Shirring-Geräte in den Stoff eingebracht. Mehrere parallele Fäden, oft zwischen 3 und 12, sind je nach gewünschtem Aussehen und Stoffgewicht 1/8 Zoll bis 1/2 Zoll auseinander positioniert. Sobald alle Fäden an Ort und Stelle sind, werden sie gleichzeitig gezogen und an beiden Enden befestigt, um die Falten in Position zu verriegeln.

Shirring findet sich am häufigsten in Bekleidung, wo angepasste Weite ohne Nähte nötig ist: Badeanzugoberkörper, Kinderkleidung, Sportbekleidung und Unterwäsche. Es wird auch dekorativ auf Heimtextilien wie Gardinen und Kissenbezüge angewendet. Das Verfahren funktioniert am besten bei leichten bis mittelschweren Stoffen wie Baumwolle, Nylon, Polyester oder Mischungen; schwere Gewebe widerstehen dem Staucheffekt und riskieren beim Fadenzug zu reißen.

Häufige Probleme und Ausfallarten

Wenn elastische Fäden mit der Zeit oder durch wiederholtes Waschen ihre Rückstellkraft verlieren, entspannen sich die Falten und der Stoff verliert seine Stauchung und Formhaltung. Wenn die Stauchtäden an den Stoffkanten nicht ausreichend befestigt sind, können sie verrutschen und ungleichmäßige Rippen oder einen vollständigen Zusammenbruch des Effekts verursachen. Gerissene Fäden während der Verarbeitung hinterlassen nicht gestuchte Abschnitte, und zu starkes Ziehen an unelastischen Fäden kann dazu führen, dass sich der Grundstoff dauerhaft kräuselt oder verzerrt, anstatt saubere Falten zu bilden.

Der Begriff Shirring leitet sich wahrscheinlich vom Verb ab, das Stauchung oder Kräuselung bedeutet, mit Wurzeln in älteren Textilverfahren, bei denen Falten durch Hand genäht und gezogen wurden. Er bleibt Standardterminologie bei Stoffmühlen, Bekleidungsfabriken und Trimmlieferanten und unterscheidet sich von Smocking (das Stickerei auf Falten aufbringt) und von elastischem Fadenstauchen, das einen einzelnen elastischen Faden statt paralleler Steuerfäden verwendet.

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