Signalbrücke
Englisch: signal bridge
Eine Konstruktion über Eisenbahngleisen, auf der Signale montiert sind.
Signalbrücke: Gantry-Struktur, die Streckengesetze über mehrere Gleise trägt
Eine Signalbrücke ist eine Stahlbeton- oder Stahlkonstruktion, die senkrecht zur Fahrtrichtung errichtet wird und eine oder mehrere Streckengesetze über den Gleisen trägt, die sie steuert. Im Gegensatz zu einem an einem einzelnen Mast neben dem Gleis befestigten Signalmast überspannt eine Signalbrücke zwei oder mehr parallele Gleise und ermöglicht es damit, eine einzelne Struktur auf verschiedenen Strecken von einer gemeinsamen Befestigungsplattform aus anzuzeigen. Diese Anordnung ist an Bahnhöfen, Verzweigungen und Zufahrtszonen üblich, wo mehrere parallele Gleise eine abgestimmte Signalisierung erfordern.
Die Brücke selbst ist typischerweise ein Fachwerk- oder Plattenträger, der auf beiden Seiten in Fundamenten verankert ist, die über die äußeren Gleise hinausgehen. Die Höhe variiert je nach Lichtraumprofil und Sichtlinien-Anforderungen, für Hauptstrecken-Anwendungen sind 5,5 bis 7,5 Meter über Schienenkopf Standard. Die Signalköpfe (mechanische Formsignale, Farblichtsignale oder moderne LED-Anzeigen) werden an Querjochbalken oder auskragenden Konsolen befestigt, die vom Hauptträger abstehen. Mechanische Brücken, die vor 1960 gebaut wurden, nutzen oft Niettechnik; moderne Ausführungen sind vollständig geschweißt, um die Wartung zu vereinfachen.
Funktion im Gleisaufbau
Signalbrücken erfüllen zwei Hauptaufgaben: Sie fassen die Gesetze für mehrere parallele Gleise an einem zentralen Sichtpunkt zusammen, der von Lokführern aus der Entfernung deutlich zu erkennen ist, und beseitigen die visuelle Unordnung von separaten Masten neben jedem Gleis. Auf einer viergeleisigen Hauptstrecke ersetzt eine Brücke mit vier oder acht Signalköpfen (je nachdem, ob Vor- und Hauptsignale kombiniert oder getrennt sind) vier einzelne Masten. Auf Bahnhöfen tragen Brücken häufig eine Mischung aus Hauptsignalen, Rangierzeichen und Streckennummerntafeln auf der gleichen Struktur.
Der Wartungszugang erfolgt üblicherweise über eine feste oder abnehmbare Leiter, die an einem Pfosten angebracht ist, oder gelegentlich über eine Plattform am Brückendeck. Das Gewicht wird bei der Planung zum einschränkenden Faktor, wenn mechanische Signalvorrichtungen oder schweres Farblichtsignal-Equipment montiert ist; moderne LED-Signalköpfe haben diese Last erheblich reduziert. Die Freihaltung zu Fahrleitung in elektrifizierten Bahnen muss überprüft werden, und Windlast-Berechnungen sind an exponierten Standorten unverzichtbar.
Der Begriff 'Signalbrücke' ist hauptsächlich in der nordamerikanischen und britischen Eisenbahnpraxis verbreitet. Europäische Bahnen bezeichnen vergleichbare Strukturen häufiger als 'Signalwechsel'. Der Unterschied zwischen einer Signalbrücke und einem 'Ausleger-Signal' (das von einem einzelnen Mast ausgeht) spiegelt den funktionalen Unterschied wider: eine Brücke ist eine vollständige Spannkonstruktion, während ein Ausleger ein überhängender Arm ist. Beide tragen Gesetze über die Gleise; die Brücke wird gewählt, wenn die Gesetze drei oder mehr Gleise bedienen müssen oder wenn die Sichtlinien-Geometrie einen zentralen Standpunkt begünstigt.