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Bauwesen

Läuferverband

Englisch: stretcher bond

In der Mauerarbeit eine Anordnung von Ziegeln oder Steinen, die längsseitig in aufeinanderfolgenden Schichten verlegt sind, wobei die Fugen der einen Schicht in der Mitte der darunter- und darüberliegenden Schicht fallen.

Läuferbindung: das häufigste Mauermuster im Mauerwerk

Läuferbindung ist ein Mauermuster, bei dem jeder Stein in der Längsrichtung verlegt wird, wobei seine lange Seite zur Außen- oder Innenseite der Wand zeigt. Dies ist die vorherrschende Bindemethode im modernen Bauwesen, überall dort, wo Schnelligkeit, Wirtschaftlichkeit und strukturelle Einfachheit im Vordergrund stehen. Jede Schicht (horizontale Lage) ist so versetzt, dass die senkrechte Mörtelfuge eines Steins auf der Mitte des Steins über und unter ihm liegt, wodurch eine gestaffelte, verzahnte Anordnung entsteht.

Das Versatzmuster ist für die Strukturintegrität entscheidend. Wenn die senkrechten Fugen übereinander ausgerichtet sind, wird die Wand anfällig für senkrechte Risse und Scherbruch entlang dieser Ebene. Durch die Staffelung der Fugen verteilt die Läuferbindung die Lasten seitlich über mehrere Steine und verteilt die Spannungen gleichmäßiger durch die Mörtelbettung. Der typische Versatz beträgt eine halbe Steingröße, hängt aber von den verwendeten Steinabmessungen ab.

Wann und wo sie verwendet wird

Läuferbindung funktioniert am besten in einschaligem Mauerwerk (ein Stein dick) oder als äußere Schale von Hohlmauern. Sie ist wirtschaftlich, da sie keine Zuschnitte oder spezielle Handgriffe erfordert: Steine können in einer durchgehenden Linie mit minimalem Sortieraufwand verlegt werden. Hohlmauern, häufig in kalten Klimazonen, verwenden Läuferbindung auf beiden Schalen, mit Mauerwerksbindern, die die Hohlschicht überbrücken und zusammenbinden. Wo dickeres Mauerwerk für Tragfähigkeit erforderlich ist, bieten alternative Bindungen wie englische Bindung oder flämische Bindung, die Läufer einbeziehen (Steine mit ihren kurzen Enden exponiert), bessere Seitenfestigkeit durch Verankerung über die volle Wanddicke.

Läuferbindung erreicht ihre Grenzen in tragenden Wänden dicker als ein Stein (etwa 225 mm oder 9 Zoll), da in der Längsrichtung verlegte Steine die Wand über ihre Tiefe nicht zusammenbinden. In solchen Fällen oder bei Erdbebenbeanspruchung müssen Läuferschichten in einem bestimmten Anteil eingebracht werden, um mechanische Verzahnung zu schaffen. Moderne Bauvorschriften schreiben oft vor, wie häufig Läufer erforderlich sind; in manchen Regionen kann dies eine Läuferschicht alle fünf bis sechs Laufschichten sein.

Der Name leitet sich davon ab, dass ein in der Längsrichtung entlang der Wand verlegter Stein Läufer genannt wird, im Gegensatz zu einem Binder, ein Stein, der quer durch die Wanddicke verlegt wird und sein kurzes Ende zeigt. Läuferbindung wird in nordamerikanischem Sprachgebrauch auch als running bond bezeichnet.

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