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Werkstattsprache und Slang

Basismodell

Englisch: stripper

Eine Basis- oder Einstiegsvariante eines Automodells ohne zusätzliche Ausstattungen und Funktionen höherer Ausstattungsstufen.

Stripper: das spartanische Auto zum niedrigsten Preis

Ein Stripper ist die kargste Ausstattungsvariante eines Fahrzeugmodells, entkleidet um optional Equipment und Komfortausstattung, um den niedrigstmöglichen Preis zu erreichen. Es ist die Basisausstattung, die Hersteller anbieten, um kostenbewusste Käufer und Flottenbetreiber anzusprechen. Statt Ledersitzen gibt es Kunststoff, statt Elektrofenster manuelle Scheiben, statt Touchscreen ein einfaches UKW/AM-Radio, und statt Leichtmetallräder Stahlfelgen mit Radkappen.

Der Begriff entstand, weil dem Auto buchstäblich alles Nicht-Wesentliche für seinen Betrieb entfernt wurde. Hersteller bauen alle Modelle auf der gleichen Plattform und dem gleichen Fahrgestell auf, dann fügen sie Ausstattung hinzu, wenn man höhere Ausstattungslinien wählt; der Stripper ist das Ergebnis, wenn man alles legal und praktisch Entbehrliche subtrahiert. Was bleibt, ist reine Mobilität: ein Motor, Getriebe, vier Räder, Sitze, ein Lenkrad und die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsausstattung.

Wo Stripper am Markt zu finden sind

Stripper sind häufig bei Flottenverkäufen, Mietwagenunternehmen und bei Käufern, die reine Kostenrechnung betreiben. Ein Flottenbetreiber, der 50 Polizeiwagen oder Lieferwagen bestellt, wird Strippermodelle spezifizieren, um die Stückkosten und Wartungskomplexität zu minimieren. Am Privatkundenmarkt sprechen Stripper ländliche Käufer, Erstfahrzeugkäufer und alle an, die Haltbarkeit und niedrige Anschaffungskosten gegenüber Komfort bevorzugen. Eine Stripper-Limousine eines großen Herstellers fehlen typischerweise Klimaanlage, Servolenkung (heute selten), Tempomat, Teppichausstattung und Schalldämmung.

Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein Stripper überraschend langlebig sein kann; weniger elektronische Systeme bedeuten weniger Ausfallstellen. Allerdings ist der Wiederkaufswert niedriger, und ein Stripper kann bei langer Halter bedeuten, dass man pro gefahrenem Kilometer teurer fährt. Gebrauchtwagenhändler lagern selten Stripper, weil diese bereits von praktischen Käufern gekauft worden sind, die sie bis zum Ausfall fahren.

Verwirrenderweise nutzt die Automobilindustrie Stripper auch für Fahrzeuge, die zu einem Verwerter oder Recycler zur Teiledemontage gehen, wobei der Zusammenhang die Bedeutung klarstellt. Ein neuer Stripper auf einem Händlerhof ist ein komplettes, fahrbereites Auto; ein Stripper auf einem Schrottplatz ist ein Gerippe.

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