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Bauwesen

Abstützung

Englisch: strut

verbBauwesenfigurative

Etwas durch eine oder mehrere Streben abzustützen oder zu befestigen; etwas durch eine diagonale, querverlaufende oder senkrechte Stütze in Position zu halten oder zu verstärken.

strut: mit Schrägstrebern unter Last versteifen

Struten bedeutet, ein Konstruktionselement, eine Öffnung oder ein Bauteil durch den Einbau von Schrägstreben oder Querverbänden zu verstärken oder zu stützen. Diese Druckglieder sind dafür ausgelegt, Knicken und Seitenbewegungen in Fachwerken, Schalungen und provisorischen Strukturen zu verhindern. Im Bauwesen macht das Struten ein instabiles oder ungestütztes Element zu einem steifen, lastabtragenden System.

Der Begriff gilt in mehreren Kontexten. Bei Betonschalungen werden Rüstungen und Wandschalungen mit diagonalen Holzstützen oder verstellbaren Stahlstützen gestrebt, um den Zusammenbruch unter dem Gewicht von Frischbeton zu verhindern. Beim Stahlbau werden Diagonalstreben und Knotenblechplatten Trägerstegs und Stützenflansche während der Montage gestrebt, bevor die endgültige Verschraubung oder Schweißung erfolgt. Bei provisorischen Konstruktionen stützen Streben Gerüstplattformen, Fassadensicherungssysteme und Grabenverbau in Winkeln, die typischerweise zwischen 30 und 60 Grad zur Vertikalen liegen, wobei sie sowohl axiale Druckkräfte als auch Biegemomente aufnehmen.

Streben und provisorische Stabilität

Das Strebenelement selbst ist üblicherweise gerade und relativ schlank, dimensioniert so, dass sein Schlankheitsgrad innerhalb sicherer Grenzen bleibt, um Eulerknick zu vermeiden. Häufige Materialien sind Holz (oft Weichholzstützen oder Latten), verstellbare Stahlstützen oder Aluminiumpfosten und Holzstreben oder Stahlstreben in zusammengesetzten Rahmen. Die Wirksamkeit des Strutens hängt von der korrekten Befestigung der Enden ab: Gelenkverbindungen sind am häufigsten, obwohl feste oder teilweise eingespannte Verbindungen die erforderliche Querschnittsfläche verringern können.

Wenn Streben versagen, sacken Konstruktionen ab, verschieben sich oder stürzen katastrophal ein. Häufige Ausfälle treten auf, wenn Streben zu schlank sind, nicht korrekt auf den Lagerpunkten sitzen (wodurch die Endeinspannung verringert wird), zu früh entfernt werden, bevor Beton seine Festigkeit erreicht hat, oder durch Seitenkräfte oder Setzungen überbelastet werden. Bauarbeiter unterschätzen oft die einwirkenden Kräfte, besonders den Seitenschub durch ungleichmäßiges Betonieren oder Windlast.

Das Wort Strebe leitet sich vom Altenglischen ab und bedeutet steif machen oder steif stehen, was die Absicht der Konstruktion widerspiegelt. Bei dieser übertragenen Verwendung im Bauwesen bedeutet struten, etwas fest und unyielding gegen die Kräfte stehen zu machen, die es bewegen oder verformen würden. Diese Verbform unterscheidet sich vom Substantiv Strebe (das physische Element), obwohl beide Namen die gleiche Wurzel und Bedeutung haben.

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