löten
Englisch: sweat
Eine Rohrverbindung durch Löten zusammenfügen.
Löten: Rohre mit Lot und Hitze verbinden
Löten ist das Verfahren zum Verbinden von Kupferrohren mit Lot und einer Flamme, typischerweise einem Propanbrenner. Das Lot schmilzt und fließt durch Kapillarwirkung in die Verbindung, wodurch eine dauerhafte Abdichtung entsteht. Es ist das Standardverfahren zum Verbinden von Hartlötrohr in Wasserleitungen und kleinen Kältemittelrohren, wo Gewinde- oder Quetschverbinder nicht praktisch oder gewünscht sind.
Die Verbindungsstelle wird vorbereitet, indem sowohl die Innenseite der Armatur als auch die Außenseite des Rohres mit Schleiftuch oder einer Drahtbürste gereinigt und eine dünne Schicht Flussmittel aufgetragen wird. Der Brenner erhitzt die Armatur und das Rohr gleichmäßig, bis sie etwa 700 Grad Fahrenheit erreichen. Wenn das Lot (typischerweise eine bleifrei Legierung 50/50 oder 95/5) die Verbindungsstelle berührt, schmilzt es und wird durch Kapillarwirkung in den Spalt gezogen, wodurch beim Erkalten eine feste Verbindung entsteht.
Häufige Probleme entstehen durch unzureichende Reinigung, zu wenig Hitze oder Bewegung der Verbindung während des Abkühlens. Eine kalte Lötstelle entsteht, wenn Lot direkt in die Flamme statt auf das Rohr aufgetragen wird, wodurch eine schwache kristalline Oberfläche entsteht, die glänzend aussieht, aber nicht belastbar ist. Überheizung kann das Lot schwächen oder benachbarte Bauteile beschädigen. Bei vertikalen Abschnitten kann Lot von der Verbindungsstelle ablaufen, wenn zu viel aufgetragen oder die Hitze von unten angewendet wird.
Der Begriff spiegelt das wider, was optisch passiert: Feuchte auf der Rohroberfläche wird zu Dampf und steigt von der Armatur auf, ähnlich wie Schweiß. Das Wort kam in das Handwerksvokabular, weil dieses Phänomen für frühe Installateurs sichtbar war, die mit Brenner und Lot arbeiteten.
Löten ist schneller und billiger als Quetschverbinder bei Neuinstallationen, erfordert aber Geschick und Übung. Es ist in vielen Jurisdiktionen bei Gasleitungen wegen Bedenken zur Verbindungszuverlässigkeit verboten. Moderne Alternativen wie Pressfittings haben Lötarbeiten in gewerblichen Anwendungen reduziert, aber es bleibt die Standardmethode für Kupferwasserleitungen im Wohnbereich und ist eine Kernkompetenz in der Klempnerausbildung.