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Bahntechnik

Weichensteller

Englisch: switchman

Eine Person, die Eisenbahnweichen betätigt, um Züge auf Gleise zu leiten.

Weichensteller: der Arbeiter, der Züge auf das richtige Gleis lenkt

Ein Weichensteller ist ein Eisenbahnarbeiter, der Weichen manuell bedient, um Züge von einer Bahnstrecke auf eine andere zu lenken. Anders als ein Fahrdienstleiter, der von einer Betriebszentrale aus arbeitet, ist der Weichensteller vor Ort bei den Weichen tätig, häufig im Freien und bei allen Wetterbedingungen. Die Arbeit erfordert Genauigkeit: Eine falsch gestellte Weiche kann zu einer Entgleisung führen, daher ist die Hauptaufgabe des Weichenstellers, sicherzustellen, dass die Weichen vollständig umgestellt und in der richtigen Position verriegelt sind, bevor ein Zug sie durchfährt.

Der Weichensteller bedient sowohl handgesteuerte Weichen als auch in modernen Rangierbahnhöfen elektrisch betätigte Weichen, die über ein tragbares Gerät oder einen bodengestützten Hebel gesteuert werden. Eine handgesteuerte Weiche erfordert erhebliche körperliche Kraft zum Bewegen der Schienen und des Hebelmechanismus; das Umstellen kann schwergängig sein, besonders bei Kälte, wenn sich Eis ablagert oder Rost die Maschinen steif macht. Der Weichensteller muss die Weichenstellung visuell oder durch Tastempfinden überprüfen und dann ein Vorhängeschloss oder eine Plombe anbringen, um sie in Position zu halten, bis sie freigegeben wird.

Die Arbeit und ihre Gefahren

Weichensteller arbeiten typischerweise in Rangierbahnhöfen, an Verzweigungspunkten und in Nebengleisen. Sie koordinieren mit Rangiermeistrn und Lokführern per Funk, um sicherzustellen, dass die Weichen vor der Zugbewegung richtig gestellt sind. Die Arbeit beinhaltet längere Phasen des Stehens und Gehens zwischen den Weichenpositionen, manchmal über unebenem oder vereistem Untergrund. Eine kritische Gefahr ist, von fahrenden Fahrzeugen erfasst zu werden; Weichensteller müssen sich der aktiven Bahnstrecken bewusst sein und wissen, welche Gleise in Betrieb sind.

Der Begriff "Weichensteller" stammt aus der mechanisierten Zeit der Eisenbahnwirtschaft, als körperliche Arbeit die meisten Rangierbahnhofsvorgänge antrieb. Obwohl die Automatisierung seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Zahl der Weichensteller verringert hat, besteht diese Funktion in vielen Bahnhöfen weiter, wo eine vollständige Fernbedienung unpraktisch ist oder wo eine redundante menschliche Überprüfung aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Der Begriff wurde in der modernen Eisenbahndokumentation weitgehend durch "Weichenbediener" oder "Rangierarbeiter" ersetzt, ist aber unter Eisenbahnarbeitern selbst noch verbreitet.

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