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Kfz-Technik

Taurus

Ein Automodell, das von der Ford Motor Company produziert wird (1986 bis heute).

Taurus: Fords Mittelklasse-Limousine, die eine Ära definierte

Der Ford Taurus ist eine Frontantrieb-Mittelklasse-Limousine, die 1986 debütierte und wird noch heute produziert, allerdings mit erheblichen Produktionsunterbrechungen. Er war entwickelt worden, um direkt mit dem Honda Accord und Toyota Camry im Volumenbereich zu konkurrieren, der die nordamerikanischen Fahrzeugverkäufe durch die 1990er und 2000er Jahre dominierte. Der ursprüngliche Taurus führte eine aerodynamische Karosserie und gerundete Formen ein, die für amerikanische Hersteller damals radikal waren, mit einem Luftwiderstandsbeiwert von etwa 0,32, der ihn von kastenförmigen Konkurrenten abhob.

Die erste Generation (1986-1991) und die zweite Generation (1992-1999) des Taurus etablierten den Namen als Bestseller-Modell und rangierte oft unter den meistverkauften Fahrzeugen in den USA. Die Motoren reichten von einem 2,5-Liter-Reihenvierermotor mit etwa 140 PS in Basisausstattung bis zu einem 3,0-Liter-V6 mit rund 200 PS in höherwertigen Ausstattungsvarianten. Die dritte Generation (2000-2007) behielt den Frontantrieb bei, führte aber eine größere Plattform und stärkere Motoroptionen ein, darunter einen 3,0-Liter-V6 mit variablem Ventilspiel. Die Produktion endete 2006, als der Taurus den Fokus auf Flotte und flottenorientierte Käufer verlagerte, dann 2010 auf einer anderen Plattform, die mit dem Fusion geteilt wird, und kehrte zu einer stärker leistungsorientierten Positionierung zurück.

Bemerkenswerte Design- und Technikmerkmale

Die Taurus-Plattform ist für ihren geräumigen Innenraum im Verhältnis zu den Außenabmessungen bekannt, erreicht durch effiziente Verpackung des Frontantriebs-Layouts. Fahrwerkskonzepte verwendeten typischerweise MacPherson-Federbeine vorne und unabhängige Hinteraufhängungen, was dem Auto einen fahrtugähnlicheren Komfort im Vergleich zu Leiterrahmen-Mittelklasselimousinen von Konkurrenten gab. Getriebe entwickelten sich von 4-Gang-Automatikgetrieben in den 1980ern zu 6-Gang-Automatikgetrieben in der Generation der 2010er Jahre. Häufige Ausfallstellen waren Getriebeschäden bei einigen Modellen der 1990er Jahre, Lambdasonden-Probleme und Kühlerlecks bei bestimmten Motorkombinationen.

Der Name Taurus, übernommen vom Tierkreiszeichen Stier, passte zu Fords Sternbild-Benennungsstrategie der damaligen Zeit, zu der auch der Escort, Tempo und Probe gehörten. Im Flottenbereich, besonders in der Polizeiarbeit, gewann der Taurus Anerkennung als Streifenwagen in den 1990ern und 2000ern, wurde aber schließlich durch Fords Police Interceptor Utility auf Basis des Explorer ersetzt. Der Name spiegelt Fords historischen Ansatz zur Marktpositionierung wider: Der Taurus nahm die kritische mittlere Position zwischen dem Fusion und größeren Limousinen wie dem Five Hundred ein.

Heute nimmt der Taurus eine verringerte Marktposition ein, da die Sedanverkäufe zugunsten von Crossover-SUVs zurückgehen. Die aktuelle Generation wird hauptsächlich an Mietwagenfirmen und gewerbliche Käufer vermarktet statt an Privatkundenverkäufe, was eine erhebliche Verschiebung von seiner ursprünglichen Positionierung als Mainstream-Familienlimousine darstellt, die gleichberechtigt mit japanischen Mittelklasse-Modellen konkurrierte.

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