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Kfz-Technik

Tempo

Eine Art Unterstellplatz für Fahrzeuge; ein provisorischer, vorgefertigter Stahlgerüst-Gewächshaus mit Spitzdach-Tunnelform und undurchlässiger transparenter Kunststoffabdeckung sowie Klappentüren

Tempo: tragbares Stahlrahmenschutzdach mit Stoffbespannung

Ein Tempo ist eine temporäre Konstruktion aus einem verzinkten Stahlrahmen, üblicherweise in Spitzbogen- oder Satteldachform, mit einer Bespannung aus robustem, transparentem oder undurchsichtigem Polyethylen- oder Polypropylen-Gewebe. Der Rahmen kommt in vorgefertigten Komponenten an, die auf der Baustelle verschraubt oder verschweißt werden, was den Aufbau schneller macht als konventionelles Bauen. Das Gewebe wird mit Riemen, Spannseilen oder Klebstoff am Rahmen befestigt und hat üblicherweise Klapp- oder Rolltore an einem oder beiden Enden für Fahrzeugzugang.

In der Automobilwerkstatt dienen Tempos als provisorische Garagen, Lackierkabinen oder Lagerschutzdächer für Fahrzeuge in Reparatur, Restauration oder zum Wetterschutz. Eine typische Anlage hat eine Breite von 6 bis 12 m und eine Länge von 9 bis 18 m, mit Innenhöhen zwischen 3 und 5 m, was Platz für große Lastkraftwagen und Hebeanlagen bietet. Die Stoffbespannung ist durchsichtig genug, um tagsüber Tageslicht hereinzulassen, was in vielen Anwendungen zusätzliche Beleuchtung spart.

Die undurchlässige Bespannung hält Regen, Wind und Staub ab, wobei diese Konstruktionen ohne separate Lüftungsanlage nicht vollständig klimatisiert sind. Das Gewebe wird unter langer UV-Strahlung abgebaut und hält je nach Materialqualität und lokale Witterung üblicherweise 3 bis 7 Jahre. Regelmäßige Wartung umfasst das Säubern von Dachrinnen, das Überprüfen von Nähten und Befestigungen sowie die Sicherstellung einer angemessenen Drainage darunter, um Wasserstau zu vermeiden.

Tempos unterscheiden sich von Gebäuden mit Bestandsschutz in Kosten, Aufbauzeit und Flexibilität. Sie können schnell versetzt, umgebaut oder abgebaut werden, was sie ideal für Saisonarbeiten, temporäre Baustellen oder Handwerksbetriebe macht, die zwischen Einsatzorten wechseln. Der Nachteil ist, dass Stoffwände eine schwache Wärmedämmung bieten; in kaltem Klima können zusätzliche Heizer oder Isolierauskleidungen erforderlich sein.

Der Name spiegelt die provisorische Natur der Konstruktion wider, wobei "Tempo" auch zum Sammelbegriff für ähnliche Bausatzkonstruktionen mit Stoffbespannung in verschiedenen Branchen geworden ist, darunter landwirtschaftliche Lagerhallen und leichte Fertigung. Varianten umfassen einseitige Neigungskonstruktionen für niedrigere Kosten, breitere Mehrspannweiten-Anlagen für große Objekte und Modelle mit verstärktem Rahmen für bestimmte Wind- oder Schneelasten. Die Kosten pro Quadratmeter liegen üblicherweise zwischen einem Viertel und der Hälfte der konventionellen Stahlbauweise.

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