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Bergbau und Gewinnung

Thill

Englisch: thill

Flache Untertonschicht unter einer Kohleflöz; Untergrund einer Kohleflöz.

Thill: die Tonschicht unter einer Kohleflöz

Ein Thill ist die Untertonschicht, die unmittelbar unter einer Kohleflöz liegt. Er sitzt direkt unter der Kohle und ist typischerweise weich, schwach und mit Wasser gesättigt. In Gruben, wo die Kohle auf einem Thill und nicht auf festerer Gesteinsschicht ruht, wird der Boden rutschig und instabil, was sowohl bei der Gewinnung als auch bei der Arbeitssicherheit zu Problemen führt. Der Thill wird selten abgebaut; Bergleute lassen ihn als Stützschicht in Platz und bauen über ihm ab, um die Kohle zu gewinnen.

Underton selbst ist ein feinkörniges Sedimentgestein, das normalerweise aus Tonmineralen gemischt mit Schluff und gelegentlich feinem Sand besteht. Er entsteht aus den verwitterten Überresten von Vulkanasche oder feldspathaltigen Mineralen. Wo ein Thill vorhanden ist, beträgt seine Mächtigkeit normalerweise einige Zentimeter bis mehrere Meter und enthält oft Eisensteinknochen oder dünne Flözchen. Seine Durchlässigkeit ist unterschiedlich, aber in vielen Kohlerevieren wirkt der Thill als natürliche Wassersperre und ermöglicht es, dass sich Feuchtigkeit an der Kohlenfront ansammelt.

Warum es unter Tage zählt

Wenn eine Kohleflöz auf einem Thill statt auf Sandstein oder festerer Schieferung liegt, haben Bergleute mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Der weiche Underton drückt und verformt sich unter dem Gewicht der darüber liegenden Schichten, was zu Bodenhebungen führt, bei denen der Grubengrund unerwartet ansteigt. Holzstempel und Stützen sinken in den Thill ein, statt fest zu halten. Pumpen werden notwendig, weil Thills Wasser schlecht speichern und sumpfige, tückische Verhältnisse unter den Füßen schaffen. Grubenpferde haben Schwierigkeiten auf Thill-Böden, und von Hand gefüllte Förderwagen verklemmen sich im Schlamm. Diese Bedingungen machten bestimmte Flöze trotz ausreichender Kohlevorkommen oben weniger attraktiv zum Abbauen.

Das Wort selbst stammt aus altenglischen und skandinavischen Wurzeln und bedeutet eine Planke oder ein Brett; in diesem Zusammenhang bezieht es sich auf die dünne, plankenähnliche Schicht, die die Basis bildet. Regionale Kohlereviere in Großbritannien entwickelten unterschiedliche Begriffe für Bodenarten. Ein Thill wurde als schwach und problematisch verstanden, im Gegensatz zu festeren Sitzsteinen oder Sandsteinen. Diese Unterscheidung prägte die Grubenplanung, die Schachtauffahrung und den Abbau.

Die moderne Bergbaugeologie kartiert weiterhin Untertonschichten, obwohl die Bezeichnungen je nach Region und Land unterschiedlich sind. In amerikanischen Kohlerevieren werden ähnliche schwache Schichten oft als Underclays oder Seat Stones bezeichnet. Das Verständnis der Bodenverhältnisse bleibt für die Stabilität von Strecken unter Tage entscheidend und beeinflusst die Rentabilität alter Abbaubereiche, wenn Kohle erneut gewonnen wird oder wenn Pfeiler abgebaut werden.

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