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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Through-Hole-Technik

Englisch: through-hole technology

Montageverfahren für elektronische Bauteile, bei dem Anschlussdrähte in gebohrte Löcher auf Leiterplatten eingeführt und auf der Rückseite gelötet werden.

Durchloch-Technik: Drähte durch Platinen, verlötet auf der Unterseite

Die Durchloch-Technik ist ein Bestückungsverfahren, bei dem Bauteileanschlüsse vollständig durch gebohrte Löcher in einer Leiterplatte (PCB) führen und auf der Rückseite mit leitfähigen Pads verlötet werden. Der Prozess erzeugt eine mechanische und elektrische Verbindung, die das Bauteil sicher in Position hält und gleichzeitig die Kontinuität mit dem Leiterbahnnetz der Platine gewährleistet. Dies unterscheidet sich von der Oberflächenmontage-Technik (SMT), bei der Bauteile flach auf der Platinenoberfläche aufliegen.

Bauteileanschlüsse haben typischerweise einen Durchmesser von 0,5 mm bis 1,0 mm, je nach Bauteiltyp und Strombelastung. Löcher werden mit präziser Abstimmung gebohrt, üblicherweise in 0,1-Zoll-Rastern (2,54 mm), was mit Standard-Bauteilrastermaßen übereinstimmt. Häufige Durchloch-Bauteile sind Dual-Inline-Packages (DIPs), radiale und axiale Kondensatoren, Widerstände, Elektrolytkondensatoren und Steckverbinder. Größere Bauteile wie Transformatoren und Power-Module werden oft vollständig mit Durchloch-Montage bestückt, da ihr Gewicht und ihre Wärmeabfuhr eine mechanische Verankerung erfordern.

Das Bestückungsverfahren umfasst das Einführen der Bauteileanschlüsse in die Löcher vor dem Löten. Klassisches Wellenlöten führt die gesamte Platine über eine Welle aus geschmolzenem Lot und benetzt gleichzeitig alle Durchlöcher, wobei auf der Unterseite Lötfilets entstehen. Bei modernen Hybrid-Platinen erfolgt selektives Wellenlöten oder manuelles Löten der Durchlöcher nach dem Reflow-Löten von SMT-Bauteilen auf der Gegenseite. Das Biegen und Spreizen von Anschlüssen kann die mechanische Halterung vor dem Löten verbessern und Bewegungen während des Prozesses verringern.

Warum Durchloch-Technik weiterhin Bestand hat

Trotz der Dominanz von SMT in der Hochvolumen-Elektronik bleibt Durchloch-Technik in Netzteilen, industriellen Steuerplatinen und allen Anwendungen mit hohen Stromstärken oder thermischer Beanspruchung unverzichtbar. Durchloch-Lötverbindungen halten Temperaturwechsel und mechanische Belastungen besser als Oberflächenmontage-Lötverbindungen aus, und der Anschluss dient als mechanische Verankerung, die ein Abheben des Bauteils verhindert. Die Reparierbarkeit spricht ebenfalls für Durchloch-Technik, da Bauteile einfacher entlötet und ersetzt werden können, ohne dass spezielle Heizgeräte erforderlich sind.

Der Hauptnachteil liegt in den Bestückungskosten und dem Platzbedarf auf der Platine. Durchlöcher erfordern Bohroperationen, benötigen mehr PCB-Material und begrenzen die Bauteiledichte im Vergleich zu SMT. Bei der Anschlussbeschneidung nach dem Löten entsteht Verschnitt. Viele moderne Platinen kombinieren beide Technologien: SMT auf einer Seite für Signalverarbeitung und Logik, Durchloch-Montage auf der Rückseite für Stromstecker und Testpunkte. Dieser Hybrid-Ansatz vereint Dichte, Leistung und Wartbarkeit.

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