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Bergbau und Gewinnung

Tights

Englisch: tights

Bei Sprengarbeiten ein unzerkleinertes Gesteinsstück innerhalb des Abbaubereichs.

Tights: Zusammenhängender Fels, der nach der Sprengung stehen bleibt

Ein Tight ist eine Säule oder ein Pfeiler aus intaktem Gestein, das nach der Detonation in der vorgesehenen Sprengzone stehen bleibt. Dies geschieht, wenn die Sprengstoffverteilung ungleichmäßig ist, die Zündfolge fehlschlägt oder die geologische Struktur (Schichtflächen, Kluftgefüge) eine Gesteinszone schafft, die nicht wie geplant zerfällt. Der Tight sitzt umgeben von zerbrochenerem Erz oder Berge, das ordnungsgemäß fragmentiert wurde, wodurch er sich visuell auf der Sprengfläche abhebt.

Tights sind häufig im Tagebau und unterirdischen Bergbau, wenn die Gesteinsfestigkeit über dem Sprengblock variiert. Eine starke, standfeste Zone, ein fehlgelochtes Bohrloch oder unzureichende Sprengstoffmenge in einem Teil des Musters können diese Pfeiler hinterlassen. In Hartgesteinsminen mit Granit, Basalt oder massiven Sulfiderzen erscheinen Tights häufig. In weicherem Gestein wie Kohleflözen oder schwachen Sedimentschichten sind sie weniger verbreitet, weil der gesamte Block dazu neigt, gleichmäßig zu brechen.

Kostenauswirkung und Arbeitsablauf

Ein Tight muss entfernt werden, bevor der Bergbau fortgesetzt werden kann. Das zerbrochene Gestein um ihn herum kann nicht sauber vom stehenden Pfeiler getrennt werden, und der Tight blockiert das Laden (Laden und Fördern). Die Entfernung erfordert eine Nachsprengung, Sekundärbruch mit Hydraulickhämmern oder gelegentlich Handwerkzeugen, je nach Größe und Zugänglichkeit. Jede Methode verlängert den Sprengzyklus und erhöht die Kosten. Pro Tonne kann Sekundärarbeit zum Räumen von Tights in schlecht ausgelegten Mustern die Sprengzykluszeit um 5 bis 15 Prozent verlängern.

Sprengingenieure reduzieren Tights durch höhere Bohrlochdichte, verbesserte Sprengstoffverteilung, optimierte Zündfolgen und Anpassung der Sprengstoffmenge nach Gesteinsart. Presplit- oder Trimmspreng-Techniken, bei denen eine präzise verteilte, leicht beladene Reihe von Bohrlöchern die Sprenggrenze begrenzt, verringern auch Tights an Böschungswänden. Geotechnische Kartierung vor der Sprengung hilft dabei, vorherzusagen, wo Tight-anfällige Zonen liegen.

Der Begriff stammt aus dem straffen, zusammenhängenden Zustand des ungebrochenen Gesteins, das zusammengreift und sich einer Trennung widersetzt. Er wird hauptsächlich im Tagebau und im unterirdischen Edel- und Hartgesteinabbau verwendet, weniger häufig im Kohlebergbau oder bei Tunnelarbeiten, wo die Fachsprache andere Beschreibungen bevorzugt.

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