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Bauwesen

Zahnstein

Englisch: toothing

Alternierend vorstehende Ziegeln am Ende einer Mauer, um sie beim Hochziehen der restlichen Mauer zu binden.

Toothing: Steine, die aus der Wandfläche herausragen, um zukünftige Erweiterungen zu verankern

Toothing ist die Praxis, abwechselnd Steine aus der Stirnseite einer Wand herausragen zu lassen und so eine raue Stufenkante zu schaffen, statt sie glatt zu beenden. Diese hervorstehenden Steine, sogenannte Tooths, bleiben absichtlich an Ort und Stelle, um später als mechanische Verankerung beim Erweitern der Wand zu dienen. Die Lücken zwischen ihnen werden mit frischem Mörtel und neuen Steinen ausgefüllt, die sich um die Tooths legen und die alte Mauer mit der neuen Arbeit verbinden, ohne sich allein auf Oberflächenhaftung zu verlassen.

Das Muster folgt einem gleichmäßigen Rhythmus. Wenn eine Wand an einem vorübergehenden Halts­punkt errichtet wird, steht bei jedem zweiten Schicht der Endstein etwa 10 bis 15 cm über die Fläche hinaus. Die Steine, die nicht als Tooths verwendet werden, werden bündig oder leicht zurückgesetzt. Das schafft ein Sägezahn­profil von vorne betrachtet. Wenn der Bau wieder aufgenommen wird, passt der Maurer die neuen Steine um diese Vorsprünge herum an und bricht sie mit frischem Mörtel ein. Das Ergebnis ist eine stärkere Bindung, als wenn die neue Wand einfach gegen eine glatte, fertige Fläche trifft.

Toothing ist heute weniger verbreitet als früher, weil moderne Bauplaner und kontinuierliche Bauabläufe es ermöglichen, Wände in einem Zug fertigzustellen. Es erscheint aber noch immer in Sanierungsarbeiten, phasenhaften Entwicklungen und Situationen, in denen eine Wand vorübergehend an einem vorgesehenen Punkt stoppen muss. Einige Behörden bevorzugen Toothing für strukturelle Kontinuität; andere schreiben eine bündige Oberfläche mit später eingeschnittenen Verankerungszapfen vor. Die Wahl hängt von den Maurervorschriften, der Art der Unterbrechung und davon ab, ob die vorübergehende Witterungsschutzbehandlung der Fläche wichtig ist.

Der Begriff Toothing kommt direkt von der Ähnlichkeit der Stufenkante mit Zähnen. Ältere Maurerwerke und Spezifikationen verwenden ihn ohne Erklärung, was darauf hindeutet, dass er einst allgemeine Praxis war. Das Verb to tooth bedeutet, diese Vorsprünge absichtlich während des Baus zu hinterlassen. Schlechtes Toothing, Steine, die zu kurz, zu weit zurück oder unregelmäßig verteilt sind, verfehlt den Zweck und kann die Fuge dort schwächen, wo Wände aufeinandertreffen.

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