Fadenenden einweben
Englisch: turn in
Enden von Fäden umkehren und zurück in das Webstück einführen, damit sie nicht hervorragen und später ausfransen.
Fadenenden in das Gewebe zurückarbeiten, um Ausfransen zu verhindern
Beim Weben ist das Zurückarbeiten die Arbeit, bei der lose Enden von Kette oder Schuss zurück in die Gewebestruktur gefaltet und eingearbeitet werden, sodass sie gesichert und verborgen sind. Dies verhindert, dass die Fäden an den Kanten herausragen und dort allmählich lockern, ausfransen und zum Auflösen des Gewebes führen. Die zurückgearbeiteten Fäden werden Teil der fertigen Textilfläche statt eines losen Endes, das scheitern würde.
Das Zurückarbeiten erfolgt am häufigsten an der Webkante, der fertigen Kante des Gewebes, und an Stellen, wo Schussfäden enden und neue beginnen. An einem Bodenwebstuhl oder Industriewebstuhl muss der Weber oder die Bedienerin, wenn eine Schussspule leer ist, einen frischen Faden ansetzen. Das kurze Ende des alten Schussfadens wird durch mehrmaliges Zurückführen durch das Fach (der Raum zwischen gehobenen und gesenkten Kettfäden) zurückgearbeitet, normalerweise drei bis sechs Durchgänge, je nach Fadenstärke und Gewebledichte. Der zurückgearbeitete Bereich wird dann durch nachfolgende Schussschläge überarbeitet und damit blockiert.
Die Technik ist nicht nur dekorativ. Ein ordnungsgemäß gesichertes zurückgearbeitetes Ende hält das Leben lang bei einem Kleidungsstück oder Textilprodukt. Ein herausragendes Fadende bleibt an Maschinen, Fingern oder anderen Kleidungsstücken während der Veredelung, im Gebrauch oder beim Waschen hängen. In der Produktion führen lose Enden auch zu Qualitätsmängeln, die Inspektoren erkennen und beheben müssen, was Kosten verursacht und den Versand verzögert.
Das Zurückarbeiten unterscheidet sich von einem Selvedgeknoten, bei dem zwei Schussfadenenden buchstäblich miteinander verknotet werden. Ein Knoten erzeugt eine sichtbare und tastbare Verdickung im Gewebe, die bei Färbung und Veredelung Probleme verursachen kann. Zurückgearbeitete Enden verteilen die Verbindungsstelle auf mehrere Schussschläge und erzeugen ein viel glatteres Ergebnis. An modernen Schützenschützen und Projektilwebstühlen führen automatische Fadenanbindegeräte diese Arbeit jetzt durch, aber Handweber und kleine Produzenten arbeiten die Fäden noch immer manuell zurück.
Die Qualität des Zurückarbeitens hängt von Spannung und Fadenführung ab. Wenn der zurückgearbeitete Faden zu locker ist, rutscht er während der Veredelung oder im Gebrauch heraus. Wenn zu straff, kann er das Webmuster verziehen oder reißen. Der Begriff selbst bezieht sich auf die physische Aktion des Richtungswechsels und des Einführens des Fadens zurück in das Schussfach, statt ihn abzuschneiden und hängend zu lassen.