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Kfz-Technik

Blinkleuchte

Englisch: turn signal

Jeweils eine blinkende Leuchte auf jeder Seite eines Fahrzeugs, die anzeigt, dass das Fahrzeug nach links oder rechts fährt.

Fahrtrichtungsanzeiger: das Blinklicht, das anderen Fahrern zeigt, wohin du fährst

Ein Fahrtrichtungsanzeiger ist ein blinkendes Blinklicht in Bernsteinfarbe, das an den vorderen und hinteren Ecken eines Fahrzeugs angebracht ist und anderen Verkehrsteilnehmern mitteilt, in welche Richtung der Fahrer abbiegen will. Das Licht blinkt mit einer Frequenz von 60 bis 120 Zyklen pro Minute, typischerweise 1 bis 2 Hz, und erzeugt einen charakteristischen Rhythmus, der tagsüber wie nachts Aufmerksamkeit erregt. Fahrtrichtungsanzeiger sind an allen Straßenfahrzeugen vorgeschrieben und werden vom Fahrer über einen Schalthebel oder Knopf neben der Lenksäule bedient.

Die Leuchteneinheit enthält eine Glühbirne oder LED hinter einer durchscheinenden bernsteinfarbenen Linse. Moderne Fahrzeuge setzen zunehmend auf LEDs, die weniger Strom verbrauchen, länger halten und in kompakteren Gehäusen untergebracht werden können als herkömmliche 21-Watt-Birnen. Der Stromkreis enthält eine Blinkrelais-Einheit, früher ein thermisches oder elektromagnetisches Bauteil, das die Stromversorgung unterbrach, um den Ein-Aus-Zyklus zu erzeugen; moderne Fahrzeuge nutzen elektronische Blinkrelais. Der Fahrtrichtungsanzeiger auf einer Seite des Fahrzeugs blinkt unabhängig bei Aktivierung, während beide Seiten beim Aktivieren der Warnblinkanlage synchron blinken.

Fahrtrichtungsanzeiger sind auf jeder Seite parallel verschaltet: vordere und hintere Leuchten leuchten gleichzeitig auf, wenn diese Richtung gewählt wird. Der Stromkreis verfügt über einen Abbruchmechanismus, entweder mechanisch (selbsttätig nach Abschluss einer Kurve) oder elektronisch (vom Fahrer eingeleitet). Ein Birnenausfall wird durch Überwachung des Stromflusses erkannt; wenn eine Birne durchbrennt, erhöht sich die Blinkfrequenz deutlich und warnt den Fahrer zum Wechsel. Diese Schutzfunktion geht auf ältere thermische Blinkrelais zurück, die die Zyklusgeschwindigkeit erhöhten, wenn die Last sank.

Die Sichtbarkeitsnormen variieren je nach Land. In Nordamerika müssen Fahrtrichtungsanzeigerleuchten zwischen 200 und 1000 Candela erzeugen, je nach Position und Regelung nach FMVSS 108. Europäische Normen nach ECE R6 legen ähnliche Leuchtstärkebereiche fest. Die bernsteinfarbene Farbe ist in den meisten Ländern gesetzlich vorgeschrieben, um Fahrtrichtungsanzeiger von weißen Positionsleuchten und roten Bremsleuchten zu unterscheiden und die Erkennbarkeit der Fahrerabsicht zu verbessern.

Ausfallerscheinungen umfassen durchgebrannte Birnen, Korrosion in Steckverbindungen, Relaisdefekt und Verkabelungsfehler. In manchen Fahrzeugen führt ein fehlerhafter Fahrtrichtungsanzeiger auf einer Seite dazu, dass beide Seiten synchron blinken oder ein asymmetrisches Blinkverhalten erzeugen. Fahrer vergessen oft, den Fahrtrichtungsanzeiger nach Spurwechseln auszuschalten, eine Erscheinung, die manchmal "Richtungsamnesie" genannt wird. Der Fahrtrichtungsanzeiger ist eines der einfachsten und kritischsten Sicherheitsgeräte an einem Fahrzeug, doch seine unkomplizierte Funktion verbirgt ein Jahrhundert schrittweiser Standardisierung und elektrischer Verbesserungen.

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