U-boat
Spitzname für die Dieselelektriklokomotiven der General Electric Universal Series.
U-Boot: GEs Arbeitspferd mit Dieselantrieb, das die Schienen beherrschte
Das U-Boot ist der Werkstattname für General Electrics Universal Series Diesellokomotive, die ab den 1960er Jahren zu einem der zuverlässigsten und am weitesten verbreiteten Güterloks auf nordamerikanischen Eisenbahnen wurde. Der Name blieb haften, teils wegen der U-Bezeichnung in GEs Modellreihe, teils weil diese Loks überall präsent waren und auf fast jeder Hauptstrecke zu sehen waren. Es waren zwar keine Kriegsschiffe, aber robuste, effiziente Maschinen, die täglich schwere Lasten transportierten.
Diese Loks gab es in verschiedenen Ausführungen, am häufigsten als B-B oder C-C Achsanordnung, also zwei oder drei angetriebene Achsen pro Drehgestell. Die Universal Series Motoren verwendeten aufgeladene Dieselmotoren mit einer Leistung zwischen 2.500 und 3.500 PS je nach spezifischem Modellvariante. Elektrisch setzte man auf AC-DC Getriebe statt der DC Generatoren früherer Bauarten, was bessere Effizienz und Wärmebewirtschaftung unter Last ermöglichte.
Warum der Name Haften Blieb
Das U-Boot Kürzel wurde zur Werkstattkurzbezeichnung, weil GE ihre Universal Reihe mit U-Serienbezeichnungen versah. Ältere Eisenbahner schätzten auch die Parallele zum Kriegsschiff: Diese Loks waren robust, zuverlässig unter Belastung und schienen überall gleichzeitig im Einsatz zu sein. Der Name war nie offiziell, aber viel zu praktisch, um wieder zu verschwinden. Man hörte Disponenten, Lokführer und Wartungspersonal ihn im Funk und im Lokschuppen völlig selbstverständlich verwenden.
Zuverlässigkeit war das eigentliche Verkaufsargument. U-Boote konnten 500.000 km und mehr zwischen größeren Überholungen zurücklegen, wenn sie richtig gepflegt wurden. Der aufgeladene Dieselmotor war einfacher als manche Konkurrenzmodelle konstruiert, mit weniger Zusatzsystemen, die ausfallen konnten. Wenn doch etwas kaputtging, ermöglichte die modulare Bauweise den Austausch fehlerhafter Komponenten ohne Komplettzerlehung der Lok.
Heute erscheinen restaurierte U-Boote noch regelmäßig auf Regionalbahnen und Museumseisenbahnen. Originale Exemplare aus den 1960er und 1970er Jahren haben manchmal über eine Million Kilometer Betriebserfahrung. Ihre Zeit als Frontantrieb endete in den 1990er Jahren, als neue Lokomotivsgenerationen mit höherer Leistung und besserem Kraftstoffverbrauch kamen, aber das U-Boot bleibt ein Maßstab für Lokomotivenlanglebigkeit im Handwerk.