Waterwork
Englisch: waterwork
Ingenieurbauwerke zur Fortleitung und zum Durchfluss von Flüssigkeiten, hauptsächlich Wasser, wie Wasserfassung und Verteilung, Entwässerung, Bewässerung usw.
Wasserversorgung: Infrastruktur zum Transport von Wasser dahin, wo es benötigt wird
Eine Wasserversorgung ist die physische Infrastruktur, üblicherweise aus Stein, Ziegeln, Beton oder Gusseisen gebaut, die Wasser auf einem Gelände oder in einer Siedlung erfasst, speichert, transportiert oder verteilt. Der Begriff umfasst Dämme, Aquädukte, Schleusen, Durchlässe, Entwässerungskanäle, Pumpenstationen und Verteilungsrohre sowie die Behälter und Klärbecken, die dazwischen angeordnet sind. In historischer Verwendung bezog sich der Begriff oft auf das gesamte System einer Stadt oder eines Gutshofs; moderne Verwendung ist eher detailliert und bezieht sich auf einzelne Komponenten oder Teilsysteme.
Der Begriff ist heute veraltet, teilweise verdrängt durch präzisere moderne Fachbegriffe: Ingenieure sagen jetzt Hauptwasserleitung, Aufbereitungsanlage, Regenwassersystem oder Wehr, wo sie früher Wasserversorgung gesagt hätten. Sie werden ihm noch in historischen Dokumenten, in der Denkmalpflege und in den Namen alter Ingenieurbauwerke begegnen. Einige regionale Wasserbehörden in Großbritannien verwenden ihn noch in offiziellen Titeln und Anlagenregistern.
Konstruktion und Materialien
Ältere Wasserversorgungen wurden aus Naturstein (Granit, Sandstein) oder Ziegeln gebaut, gebunden mit Kalkzement oder hydraulischem Zement. Die Römer bauten Wasserversorgungen aus behauenen Steinen; mittelalterliche Mühlen verwendeten hölzerne Schleusentore und steinerne Kanäle. Wasserversorgungen der Industriezeit wechselten zu Gusseisenrohren (die gegen Bruch unter Druck widerstandsfähig waren) und Beton, besonders nachdem Stahlbeton in der frühen Industrialisierung zuverlässig wurde. Die Materialwahl hing ab von der Fallhöhe des Wassers, der Frostgefahr, der Korrosivität des örtlichen Bodens und dem verfügbaren Kapital.
Häufige Schadensarten sind Fugtenkorrosion (besonders bei Gusseisenrohren mit weichem Wasser), Setzungen von Fundamenten (verursachen Risse in Betonautädukten), Verschlammung von Kanälen und Frostschäden an freiliegenden Mauerwerk. Die Instandhaltung war immer arbeitsintensiv: Kanäle müssen vom Schlamm befreit werden, Fugen müssen neu verfugt und Lecks geflickt werden. Gusseisenrohre erfordern regelmäßige Reinigung, um Ablagerungen zu entfernen (eine raue Korrosionsschicht, die den Durchfluss behindert).
Wasserversorgungen stehen an der Schnittstelle zwischen Wasserbau, Materialwissenschaft und Standorthydrologie. Ihre Auslegung erfordert Kenntnisse von Gefälle, Durchflussrate, Druckhöhe und dem Verhalten von Wasser unter Last. Eine schlecht ausgeführte Wasserversorgung kann durch Lecks Wasser verschwenden, bei Frost-Tau-Wechseln versagen oder zu stehendem Wasser führen, das Algenbildung und Krankheiten fördert. Der Begriff selbst spiegelt eine ältere, ganzheitlichere Sicht auf die Wasserinfrastruktur als ein einziges Ingenieurbauwerk statt als Sammlung einzelner Anlagen wider.