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Bauwesen

Hohlmauerwerk

Englisch: cavity wall

Doppelte Mauerwerkswand, die durch einen Luftspalt miteinander verbunden ist.

Hohlschicht: zwei Mauerwerksschalen mit Luftspalt dazwischen

Eine Hohlschicht ist eine Wandkonstruktion aus zwei separaten Mauerwerksschichten, üblicherweise Ziegel oder Blockwerk, mit einem Luftspalt von typischerweise 50 bis 100 Millimeter Breite dazwischen. Die beiden Schichten, genannt Schalen oder Leaves, sind in regelmäßigen Abständen durch Stahlbinder verbunden, um die Lasten gemeinsam zu tragen. Der Luftraum selbst ist das bestimmende Merkmal: er wirkt als Wärmetrennschicht und als Weg für die Feuchtigkeitsbewirtschaftung, wobei Wasser, das in die äußere Schale eindringt, nach unten und außen abfließen kann, anstatt in das Innere des Gebäudes zu gelangen.

Die äußere Schale, der Witterung ausgesetzt, trägt die sichtbare Oberfläche und nimmt die erste Belastung durch Regen und Wind auf. Sie besteht oft aus einer Ziegelstärke von 102,5 Millimeter. Die innere Schale ist üblicherweise Blockwerk, zwischen 100 und 150 Millimeter je nach statischen und thermischen Anforderungen. Mörtel wird auf beide Schalen unabhängig voneinander aufgetragen; der Hohlraum bleibt weitgehend frei, kann aber Mineralwollmatten oder anderes Dämmmaterial enthalten, wenn thermische Leistung erforderlich ist.

Bindersysteme und Hohlraumverwaltung

Wandbinder sind Stahlblechstreifen aus Stahl oder Edelstahl, die in Mörtelfugen in regelmäßigen Abständen verlegt sind, typischerweise alle 450 Millimeter waagerecht und alle 600 Millimeter senkrecht. Sie übertragen Seitenlastern vom Wind von der äußeren Schale auf die innere Schale und verhindern Ausbauchungen nach außen. Hohlraumschalen, meist aus Schiefer, Fliesen oder Kunststoff, sind über Fenstern und Türen eingebaut, um Wasser, das in den Hohlraum eindringt, aufzufangen und durch Entwässerungslöcher nach außen zu leiten, anstatt es sich sammeln zu lassen. Ohne wirksames Design und Verlegung der Hohlraumschale wird Wassereintritt zum Dauerübel.

Die Hohlschicht wurde als Reaktion auf Fehler bei massivem Mauerwerk in feuchten Klimazonen entwickelt. Traditionelle einschalige Mauern aus Stein oder Ziegel ermöglichten kapillare Wasserbewegung tief in die Struktur, wodurch innere Feuchtigkeit, Frostschäden und Fäulnis entstanden. Der Luftspalt verhindert diese Kapillarwirkung. Das System wurde ab dem frühen zwanzigsten Jahrhundert in der britischen Bauweise Standard und ist nun in gemäßigten Meeresklimaten übliche Praxis.

Häufige Probleme sind korrodierte Wandbinder bei älteren Arbeiten, besonders in Küstengegenden und wo die Mörtelqualität schlecht war; Dämmmaterial, das absetzt oder Feuchte aufnimmt und so die Leistung mindert; und mangelhafte Detaillierung an Anschlüssen, die Feuchte vollständig am System vorbeiführt. Die Leistung der Hohlschicht hängt genauso sehr von korrekter Detaillierung an Öffnungen und Endigungen ab wie vom grundlegenden Trennungsprinzip. Eine Kontrolle des Hohlraumausbaus und der Binderzustände kann bei Wänden über 30 Jahren erforderlich sein.

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