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Luftfahrttechnik

Nachbrenner

Englisch: wet

Einsatz von Nachbrennern oder Wassereinspritzung zur Erhöhung des Triebwerkschubs.

nass: Betrieb des Triebwerks mit Schubverstärkung

In der Luftfahrtwartung ist ein "nasses" Triebwerk eines, das mit gezündeten Nachbrennern oder aktiver Wassereinspritzung läuft, beide Verfahren, die den Schub vorübergehend über die trockene (unverstärkte) Leistung des Triebwerks hinaus erhöhen. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil nasser und trockener Betrieb grundlegend unterschiedliche Belastungen auf das Triebwerk ausüben, unterschiedliche Wartungsintervalle erfordern und unterschiedliche technische Prüfungen vor dem Flug notwendig machen.

Nachbrenner, vorhanden auf Militärjets und einigen Hochleistungsflugzeugen, spritzen Brennstoff direkt in den Abgasstrom hinter der Turbine, zünden ihn für eine starke Schubsteigerung. Wassereinspritzung, früher verwendet und noch heute bei einigen Turboprops und älteren Turbojets im Einsatz, sprüht demineralisiertes Wasser in den Verdichtereinlass, um die Ansaugluft zu kühlen und damit eine dichtere Luftladung und höheren Schub zu ermöglichen, ohne Turbinentemperaturen zu überschreiten. Beide Verfahren verringern die Triebwerkslebensdauer pro Betriebsstunde und werden nur bei Bedarf eingesetzt: beim Katapultstart, beim Luftkampf oder beim schnellen Steigflug.

Eine Besatzung wird "nassen" Betrieb nur während bestimmter Flugphasen anfordern. Das Wartungsteam muss die Integrität der Brennstoffanlage, Zündsysteme und die Reinheit des Wassersystems überprüfen, bevor diese Verstärkungsmodi genehmigt werden. Flugingenieure überwachen während des nassen Betriebs kontinuierlich Triebwerkstemperaturen und Drücke, da das Triebwerk an den Grenzen arbeitet, für die es nicht zertifiziert ist, um unbegrenzt zu laufen.

Der Begriff spiegelt die physikalische Realität: Wassereinspritzung fügt dem Triebwerk buchstäblich Feuchtigkeit zu, während Nachbrenner eine nasse, rußige Abgasfahne erzeugen, die vom Boden aus sichtbar ist. Im Gegensatz dazu ist trockener Schub das, was das Kerntriebwerk aus sich selbst erzeugt, ohne Einspritzung oder Verstärkung. Moderne Turbofans nutzen selten eines dieser Verfahren; stattdessen bieten höhere Bypass-Verhältnisse die Schubesteigerung, die ältere Konstruktionen zur Verstärkung benötigten.

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