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Bergbau und Gewinnung

Holzträger

Englisch: wood leader

Person, die damit beauftragt ist, Holzstempel zu den Stellen im Bergwerk zu bringen, wo sie benötigt werden.

Holzführer: Der Bergarbeiter, der Grubenholz dorthin bringt, wo die Schächte es brauchen

Ein Holzführer ist ein Arbeiter über oder unter Tage in einem Bergwerk, dessen Aufgabe darin besteht, Holzstempel, normalerweise Grubenholz oder Grubenstempel, von Lagerstätten zu den aktiven Betriebspunkten zu befördern, wo sie zum Abstützen von Dach und Wänden der Ausbruchstellen benötigt werden. Diese Stelle existiert, weil Grubenholz schwer und sperrig ist und oft in Mengen an verschiedenen unterirdischen Standorten gebraucht wird, weshalb seine Verteilung eine eigenständige Aufgabe darstellt und nicht nur nebenbei erledigt wird.

Grubenholz selbst sind üblicherweise runde oder grob behauene Hölzer, meistens Weichholz wie Kiefer oder Fichte, mit Durchmessern von 3 bis 6 Zoll und Längen von 4 bis 12 Fuß je nach den Anforderungen des Bergwerks und der Geologie. Ein Holzführer transportiert diese vom Schachtmund, von der Förderkorbbühne oder vom Lagerplatz zur Kohlenfront, zur Arbeitsbank oder zu anderen aktiven Bereichen, wo Bergleute sie einbauen, um den unmittelbaren Arbeitsbereich zu sichern. In größeren Bergwerken kann der Holzführer ständig unter Tage arbeiten und entlang der Hauptförderstrecken oder Transportrouten stationiert sein.

Der Begriff spiegelt sowohl die physikalische Natur der Arbeit als auch deren Bedeutung für die Sicherheit wider. Ein Holzführer muss verstehen, wie Stempel nach Größe und Qualität sortiert sind, erkennen, welche Qualität an welchen Ort passt, und den Grundriss des Bergwerks so gut kennen, dass er die Stempel effizient ausliefern kann. Der Beruf war in der Kohlebergbau in Großbritannien und anderen Kohleregionen während des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts weit verbreitet. Im Gegensatz zum Kohlenarbeiter oder Hauer war die Rolle des Holzführers vorbereitend und logistisch angelegt und nicht gewinnbringend.

Die Bedingungen unterschieden sich stark je nach Schachttiefe und Bewetterung. In flachen Bergwerken mit gutem Zugang war die Arbeit anstrengend, aber relativ unkompliziert; in tiefen, nassen Schächten mit schlechten Förderstrecken konnte das Ausliefern von Stempeln genauso gefährlich und erschöpfend sein wie andere unterirdische Arbeit. Holzführer arbeiteten oft zusammen mit anderen Hilfskräften wie Streckenhauern (die Förderstrecken vergrößerten), Zimmerleuten (die das Tragwerk errichteten) und Förderleuten und bildeten die wesentliche Infrastruktur, die den Betrieb und die Sicherheit des Bergwerks gewährleistete.

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