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Bauwesen

Zuschlag

Englisch: aggregate

Gebrochener Stein, gebrochene Schlacke oder wassergewaschener Kies zur Oberflächenbefestigung eines Dachaufbaus.

Zuschlag: inerte Mineralkörner, die Beton und Asphalt bilden

Zuschlag ist Körnermaterial, typischerweise in der Größe von 2 mm bis 100 mm Durchmesser, das den Hauptteil von Beton, Asphalt und Mörtel ausmacht. Er wird mit einem Bindemittel (Zement, Bitumen oder Kalk) gemischt, um einen Verbundstoff zu schaffen, der stärker und wirtschaftlicher ist als das reine Bindemittel. Zuschlag reagiert nicht mit Wasser und geht mit den meisten Bindemitteln keine chemische Verbindung ein; er bietet einfach Volumen, Verschleißfestigkeit und Tragfähigkeit.

Zuschläge werden nach Herkunft und Größe eingeteilt. Grobzuschlag besteht aus Gesteinsfragmenten größer als 4,75 mm, typischerweise durch Brechen von Steinbruchgestein (Granit, Kalkstein, Basalt) oder Recyclingbeton hergestellt. Feinzuschlag oder Sand ist Material, das ein 4,75 mm Sieb passiert. Manche Zuschläge sind von Wasser abgeschliffener Kies aus Flussläufen oder Gletscherablagerungen, der kein Brechen benötigt. Schlacke, ein Nebenprodukt der Eisenverhüttung, wird ebenfalls verwendet. Die Dichte variiert: üblicher Brechstein liegt bei etwa 2.600 bis 2.700 kg/m³; Leichtzuschläge wie blähter Ton können so niedrig wie 1.200 kg/m³ sein.

Im Beton macht Zuschlag typischerweise 70 bis 80 Prozent der Mischung nach Volumen aus. Die Körnung (Größenverteilung) der Zuschlagkörner beeinflusst Verarbeitbarkeit, Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Gut gestufte Zuschläge lagern sich dichter und benötigen weniger Zementleim. Bei Asphaltbelägen beeinflussen Zuschlaggröße und Kornform die Rutschfestigkeit und Ermüdungsbeständigkeit. Kantenkörner verzahnen sich besser als Rundkörner, aber Rundzuschlag lässt sich leichter einbauen.

Häufige Probleme und Anforderungen

Mängel in der Zuschlagqualität sind übermäßige Feinstoffe (Körner unter 75 Mikrometer), die den Wasserbedarf erhöhen und die Festigkeit verringern; flache oder längliche Körner, die sich beim Einbau entmischen; und reaktive Quarz-Minerale, die sich unter alkalischen Bedingungen im Beton ausdehnen können und über Jahre hinweg Schäden verursachen. Normen wie ASTM C33 (in Nordamerika) oder EN 12620 (in Europa) legen maximale Chlorid-Gehalte, organische Verunreinigungen und andere Kontaminationen fest, die die Dauerhaftigkeit oder das Aussehen beeinträchtigen.

Der Begriff "Zuschlag" stammt vom lateinischen aggregare, was zusammenbringen bedeutet. Bei Dachdeckerarbeiten wird Zuschlag auf die Oberfläche von Bitumen- oder Bitumenmembranen aufgebracht, um UV-Schutz, Brandschutz und Rutschfestigkeit zu bieten. Das gleiche Wort wird in mehreren Gewerken verwendet, weil das zugrundeliegende Prinzip gleich ist: kleine Partikel zu einer größeren Struktur zusammenbinden.

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