LF
Abkürzung für Linearfuß (linear feet).
LF: wie Handwerker Längen in Fuß messen
Laufende Fuß, oder LF, ist die Standardeinheit zum Messen der Länge von Materialien, die in einzelnen Längsabschnitten verkauft oder verlegt werden. Anders als Quadratfuß oder Kubikfuß berücksichtigt LF nur die Entfernung entlang einer Achse und ist daher das natürliche Maß für alles, das in einer Linie verläuft: Rohre, Kabel, Profile, Holz, Dachbahn, Fundamentwand oder Elektrorohre. Eine Bestellung von 50 LF Kupferrohr mit einem halben Zoll Durchmesser bedeutet 50 Fuß dieses Rohrs, unabhängig davon, wie viel Bodenfläche es letztendlich abdeckt.
Der Begriff existiert, weil viele Baustoffe in durchgehenden Rollen, Spulen oder Standardlängen geliefert werden, die nach dem benötigten Längenmeter bepreist und bestellt werden, nicht nach Fläche oder Gewicht. Stahlbewehrung, Dichtungsband, Regenrinne, Dichtschnur und Linoleum werden alle in Laufmetern gehandelt. Handwerker berechnen den LF-Bedarf, indem sie die Strecke messen, auf der das Material verlegen wird, und dabei Läufe, Kurven, Anschlüsse und Verschnitt berücksichtigen. Ein Team, das Sockelleisten in einem 2000 Quadratfuß großen Haus anbringt, kann nach Berücksichtigung von Türöffnungen und Ecken 400 LF Material angeben.
Die Unterscheidung ist wichtig, weil sich die Preisgestaltung pro Laufmeter erheblich unterscheidet. Ein Lieferant kann Kupferrohr zu einem Preis pro LF anbieten, und das Verdoppeln deiner Bestellung verdoppelt deine Kosten direkt, während Flächenpreise völlig andere Berechnungen erzeugen. Kalkulator müssen genau sein: 10 Prozent extra LF bei teuren Materialien wie Elektrokabel oder PVC-Profilen zu bestellen, erhöht die Jobkosten merklich.
LF erscheint auf Leistungsverzeichnissen, Bestellungen und Lieferzetteln als Kurzform. Es vermeidet Verwechslungen mit anderen Abkürzungen: LB für Pfund, SQ für Quadratfuß oder CY für Kubikmeter. Auf einem Plan bedeutet eine Notiz wie 240 LF 4-Zoll-Drainagerohr einem Handwerker genau, was er bestellen soll und wo es eingebaut wird. Die Abkürzung ist so gebräuchlich, dass Merkblätter die vollständigen Begriffe kaum noch verwenden.