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Drucktechnik

Druckerhebel

Englisch: ballstock

der Griff der Druckerrolle

Ballstock: Der Holzgriff am Druckball einer Druckerpresse

Ein Ballstock ist der Holzgriff, der an der Rückseite eines Druckballs befestigt wird, dem Werkzeug zum Verteilen und Bearbeiten von Druckfarbe auf einer Form oder Platte. Der Ball selbst, eine mit Leder überzogene und mit Wolle oder Haaren gefüllte Kugel, verrichtet die eigentliche Färbarbeit, aber der Ballstock ist das, wofür der Drucker Druck ausübt und den Ball über die Lettern oder Platte in kontrollierten, überlappenden Bewegungen führt. Ohne einen passgerecht gefertigten Griff wird die Arbeit anstrengend und die Färbung ungleichmäßig.

Ballstöcke werden üblicherweise aus Hartholz gedrechselt, oft aus Buche oder Ahorn, und sind zwischen 4 und 6 Zoll lang. Der Griff verjüngt sich leicht zum Griffende hin und verbindet sich mit dem Ball über einen Holzstift oder eine Steckverbindung. Die Verbindung muss fest genug sein, um den beim Färben ausgeübten Druck von manchmal 10 bis 20 Pfund zu halten, ohne durchzubiegen oder sich zu drehen. Ein lockerer Ballstock überträgt diesen Druck ungleichmäßig und verursacht Streifen oder Ausfälle beim Farbauftrag.

Die Holzstruktur und Härte sind wichtig, weil Drucker diese Griffe intensiv beanspruchten. Billige oder weiche Ballstöcke würden an der Verbindungsstelle reißen, oder das Holz würde unter wiederholter Belastung quetschen und komprimieren. Erfahrene Drucker hielten mehrere Ballstöcke im Einsatz und ließen sie zwischen den Arbeitsschichten trocknen, um Verformungen zu vermeiden. Ein geschwollener oder verformter Griff veränderte das Druckprofil über die Ballfläche und minderte die Arbeitsqualität.

In Handdruckwerkstätten war die Ballstock-Arbeit wiederholend und konnte zu Überlastungserscheinungen im Handgelenk und in der Schulter führen. Drucker entwickelten einen Rhythmus: Ball mit gleichmäßigem Druck in überlappenden Bewegungen aufsetzen, abheben, zurücksetzen, wiederholen. Ein leichter Ballstock verringerte die Ermüdung über Stunden des Färbens, reduzierte aber auch die verfügbare Kraft, was den Drucker zwang, dies durch Körpergewicht und Technik auszugleichen. Das Gleichgewicht zwischen Werkzeuggewicht und Arbeitsdruck war ein Grund, warum jeder Drucker oft seine Lieblingsballstöcke behielt.

Ballstöcke sind heute noch Teil der Buchdruck- und Hochdruckpraxis, obwohl viele gewerbliche und Hobby-Drucker nun mechanische Farbwalzen verwenden. Handgefärbte Verfahren, einschließlich Ballstock-Arbeit, bleiben hauptsächlich in der künstlerischen Druckgrafik und der Restaurierung erhalten. Der Begriff findet sich auch in älteren Fachhandbüchern und Lehrlingsdokumenten, wo die Qualität und Wartung von Ballstöcken neben der Letterkunde und Presseneinstellung als Grundkompetenz aufgeführt wurde.

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